(dr) „Auch wir vertreten den Gedanken einer offenen Gesellschaft.“ So begründet Bereichsleiter Lars Greifenhagen, dass die Diakonie in Finsterwalde sich an den Veranstaltungen der „Offenen Gesellschaft“ beteiligt. Dazu öffnet die Diakonie am Sonntag ihre Räume in der Friedenstraße 23 in Finsterwalde für alle, die sich für die Arbeit dort interessieren. „Wir wollen Gespräche darüber führen, was wir in der Gesellschaft darstellen wollen und wie wir uns die Gesellschaft vorstellen“, sagt Greifenhagen. „Im Rahmen eines solchen Veranstaltungsprogramms ist es vielleicht einfacher, Finsterwalder, Menschen aus der Umgebung und Zugewanderte oder Geflüchtete zusammen zu bringen.“ Greifenhagen lädt Interessierte auch dazu ein, den Sozialarbeiterinnen der Diakonie Fragen zur Migration zu stellen.

Orte, die solche Zusammenkünfte befördern, fehlen ihm in der Stadt. Als Resultat der Diskussionen hofft Greifenhagen auch, dass Themen „an den Bürgermeister (Jörg Gampe, CDU, d. Red.) herangetragen werden und er seinen Fahrplan eventuell ein bisschen ändern würde.“

Stoff für Diskussionen liefert etwa das Freizeitangebot und ehrenamtliches Engagement in der Stadt oder die Verfügbarkeit von Plätzen in Kindertagesstätten. „Wir haben in unseren Beratungsangeboten viele Menschen, die aus Finsterwalde wegziehen wollen. Warum das so ist, was der Hintergrund dafür ist, sollte ein Anstoß für Diskussionen sein“, sagt Diakonie-Sozialarbeiterin Kathrin Gleinig.

Neben der Diakonie beteiligt sich  auch die Caritas in Finsterwalde an den Veranstaltungen. Sie lädt am Montag dazu ein, sich singend an einem „musikalischen Flash-Mob“ zu beteiligen, der zwischen 10.30 und 11.30 Uhr auf dem Finsterwalder Markt stattfinden soll. „Kommen Sie recht zahlreich mit Ihren Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen  und zeigen Sie, dass der Gesang die Menschen in unserer Stadt verbindet, die vielen Stimmen ihren Platz haben und wir gemeinsam diese Stadt und damit einen Teil unserer Gesellschaft lebendig und lebenswert für alle gestalten können“, sagt Bereichsleiter Andreas Jahn.