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| 12:44 Uhr

Linke bestimmt Landtagskandidaten
Diana Bader und Aaron Birnbaum gehen ins Rennen

Im zweiten Anlauf ein komplett anderes Ergebnis: Am Samstag sind Diana Bader und Aaron Birnbaum zu Direktkandidaten der Linken für die Wahl des Landtages 2019 bestimmt worden. Herbert Damm gratulierte.
Im zweiten Anlauf ein komplett anderes Ergebnis: Am Samstag sind Diana Bader und Aaron Birnbaum zu Direktkandidaten der Linken für die Wahl des Landtages 2019 bestimmt worden. Herbert Damm gratulierte. FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde/Pechhütte. Die Linke Elbe-Elster mischt die Karten neu bei der Wahl ihrer Direktkandidaten für die Landtagswahl. Von Gabi Böttcher

Das hatte sich angebahnt: Nach dem Überraschungsaus für die bisherige Landtagsabgeordnete  Diana Bader bei der ersten Wahlversammlung der Linken am 15. September wurden im zweiten Anlauf die Karten neu gemischt. Diana Bader trat nicht wie zuvor als Direktkandidatin für den Wahlkreis 36 gegen die Linke Kreisvorsitzende Monika Förster an, sondern wechselte auf Anraten vieler Genossen als Kandidatin in den Wahlkreis 37. Dort hatte sie es mit der parteilosen Gewerkschafterin Heidrun Elsner als Mitbewerberin zu tun und gegen diese leichtes Spiel. Mit 24 zu 4 Stimmen nominierten die Genossen die Mandatsinhaberin klar, erneut als Direktkandidatin der Linken in den Landtagswahlkampf zu ziehen. Für sie ins Zeug gelegt hatte sich zuvor Joachim Pfützner, Fraktionsvorsitzender im Kreistag. Er begrüßte den Wechsel Diana Baders in den Wahlkreis 37, der aus seiner Sicht in den zurückliegenden Jahren „immer etwas stiefmütterlich behandelt“ worden sei. Keine Frage für ihn, dem Mitglied der Partei gegenüber der parteilosen Gewerkschafterin den Vorzug zu geben. Diese konnte diesmal wegen einer Reha-Behandlung nicht selbst in das Geschehen eingreifen.

Nicht ohne Wirkung blieb wohl auch Joachim Pfützners klare Fürsprache für den 18-jährigen  Aaron Birnbaum, vor  dessen Reife er den Hut ziehe. Der Knippelsdorfer war im ersten Wahlanlauf der Gewerkschafterin Heidrun Elsner unterlegen gewesen, trat nun  jedoch  wegen des Wechsels von Diana Bader in den Wahlkreis 37 gegen Monika Förster im Wahlkreis 36 an. Wie schon im September wusste Aaron Birnbaum, der sein Fachabitur  im Bereich Sozialwesen am Oberstufenzentrum in Finsterwalde macht, durch eine starke Vorstellung zu beeindrucken. Die diesmal spürbar aufgeregte Monika Förster blieb im Schatten des energiegeladenen 18-Jährigen, der mit den „Waffen der Aufklärung“ gegen Rechts antreten und sich für eine sinnvolle Alternative zu Hartz IV einsetzen will.  Mit 19 zu 12 Stimmen (eine Enthaltung, zwei ungültige Stimmen) geht er nunmehr im Kampf um das Direktmandat im Wahlkreis 36 an den Start und hat  es hier mit den bereits von ihren Parteien nominierten Rainer Genilke (CDU) und Barbara Hackenschmidt (SPD) zu tun. Diana Bader tritt im Wahlkreis 37 gegen Sebastian Rick (CDU) und Kerstin Weide (SPD) an. Sie hatte die Genossen um Vertrauen für die Fortsetzung ihrer Arbeit im Landtag und ihr Engagement vor Ort im Landkreis gebeten. Eine Stärkung der   Frauen, Familien und Menschen mit Behinderung sowie die Lebensbedingungen der Menschen auf dem Lande stehen auf Diana Baders Agenda obenan.

Gerade die Blumen und die Gratulation von Elbe-Elster-Linken-Chef Herbert Damm in Empfang genommen, bekundeten Diana Bader und Aaron Birnbaum: „Wir werden den Landtagswahlkampf gemeinsam führen.“

Notwendig geworden war die erneute Wahlprozedur der Linken in Elbe-Elster, weil nicht alle Genossen von der Wahlversammlung am 15. September erfahren hatten.  Nur 35 von derzeit 208 Mitgliedern der Partei im Landkreis waren erschienen. Diesmal waren 62 gekommen.