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| 02:41 Uhr

Dezernent Neumann sortiert Team neu und will Service verbessern

Dezernent Roland Neumann
Dezernent Roland Neumann FOTO: gb
Herzberg. Einen großen Wurf für eine bürgerfreundlichere und vor allem effizientere Verwaltungsstruktur in seinem Dezernat der Kreisverwaltung Elbe-Elster will offenbar Roland Neumann landen. Schon mit Beginn des neuen Jahres soll sie wirksam werden. Gabi Böttcher

Im Jugendhilfeausschuss informierte der Dezernent für die Bereiche Bildung, Jugend, Kultur, Gesundheit und Soziales über die Eckdaten.

Bearbeitung bündeln

Kern der neuen Struktur soll es sein, in einem neu zu bildenden Sachgebiet Bürgerservice Verwaltungsaufgaben, die in verschiedenen Ämtern vom Antrag des Bürgers bis zur Beantwortung ähnlich zu handhaben sind, zu konzentrieren. So soll hier die Antragsbearbeitung aus dem Jugendamt (zum Beispiel zum Elterngeld), aus dem Schulverwaltungsamt (zum Beispiel zu den Schülerfahrausweisen), und dem Sozialamt (zum Beispiel zu den Wohngeldanträgen) zusammenfließen. "Hier wollen wir Abläufe optimieren", so der Dezernent. Dadurch verspricht er sich wiederum mehr Luft, strategische Aufgaben erfüllen zu können.

Neu: Stabsstelle

Zu einer Stabsstelle, die direkt dem Dezernenten unterstellt ist und neu eingerichtet wird, soll künftig das Bildungsbüro gehören. Planungsaufgaben, die in den verschiedenen bisherigen Amtsbereichen zu bewältigen waren, jedoch inhaltlich miteinander verbunden sind, sollen gebündelt werden. Von der Schulentwicklung, über Planungen zu den Kitas, der Jugendarbeit, dem Kinderschutz bis hin zur Jugendhilfe spannt sich der Bogen strategischer Aufgaben. "Ich verspreche mir von der Bündelung der strategischen Überlegungen aus den verschiedenen Bereichen Effekte für neue Projektideen und nicht zuletzt ein erfolgreiches Zugreifen auf Fördermöglichkeiten. Das immer mit dem Ziel, nachhaltige Wirkungen für den Landkreis zu erzielen ", erklärt Roland Neumann.

Zwei Ämter unverändert

Nicht betroffen von den Strukturänderungen sind das Gesundheits- und das Kulturamt. Neu wird ab 1. Januar das Amt für Jugend, Familie und Bildung an den Start gehen. Das Sozialamt setzt seine Arbeit, entlastet von klassischen Verwaltungsaufgaben des Bürgerservice, fort. Bei der Besetzung des Leiters des Amtes für Jugend, Familie und Bildung ist der Jugendhilfeausschuss anzuhören. Dessen Vorsitzender Uwe Mader (Die Linke) sah sich bei der Vorstellung des Planes beruhigt, dass die neue Struktur zu keinem Personalabbau führen wird. "Die Kunst besteht darin, mit dem bestehenden Personal eine bessere Organisation der Arbeit und damit größere Effekte hinzubekommen. Vor allem im Hinblick auf strategisches Arbeiten", so Neumann.

Partiell werde es Veränderungen bei den Aufgaben einzelner Kollegen geben. Dazu würden zurzeit die Gespräche laufen. Die Absicht, den Bürgerservice zu verbessern, fand in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses allgemeine Zustimmung. Ob die bisherige Leiterin des Schulverwaltungs- und Sportamtes, Marlis Eilitz, die neue strategische Stabsstelle samt Hoheit über das Bildungsbüro übernimmt und der bisherige Leiter des Jugendamtes, Jens Scheithauer, Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Bildung wird, ist derzeit Spekulation - jedoch naheliegend.