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| 01:36 Uhr

„Der Zeitplan war von Anfang an knapp bemessen“

Prießen. Am Sonntag um 17 Uhr findet ein Konzert in der Reihe „Mixtur im Bass“ in der Kirche Prießen statt. Allerdings kein Orgelkonzert.

Es erklingt stattdessen “Alte Musik„ auf dem Cembalo. Die RUNDSCHAU sprach mit Pfarrer Hartmut Nocke.

Warum erleben die Besucher am Sonntag kein Orgelkonzert?
Weil die Orgelbauer von der Firma Orgelbau Markus Roth mit der Reparatur des Instruments leider nicht rechtzeitig fertig geworden sind. Wir sind mit dieser Firma, die schon in Frankena und Trebbus für uns gearbeitet hat, aber sehr zufrieden.

Gab es überraschend Schwierigkeiten?
Nein. Die Zeit war wohl von vornherein zu knapp bemessen. Obwohl wir von der Firma die Zusage hatten, dass die Arbeiten abgeschlossen sein werden.

Was muss am Instrument gemacht werden?
Es handelt sich um eine historisch wertvolle Orgel von Johann Christoph Schröther, dem Älteren, von 1850, die wir seit März nicht restaurieren, sondern reparieren lassen. Die Orgel hat große Teile noch im Originalzustand, was eine sorgfältige Reparatur notwendig macht. Es geht um keine Erneuerung, sondern um eine Werterhaltung.

Wie werden die Arbeiten finanziert?
Mit Geldern des Pfarrsprengels Buchhain und vom Kirchenkreis sowie Spenden aus dem Dorf und von Vereinen, unter anderem von der Wald- und Jagdgenossenschaft Prießen.

Wurde das Instrument noch bespielt?
Ja, während der Gottesdienste, aber es hatte nicht mehr die volle Klangbreite.

... die nach der Reparatur aber wieder gewährleistet ist?
Ja, natürlich. Und das wollen wir auch ausnutzen, indem wir öfter mal zu Konzerten einladen. Wir freuen uns aber auch am Sonntag zum Cembalo-Konzert auf viele Besucher, die auch noch etwas mehr über die Orgel erfahren.

Mit Hartmut Nocke

sprach Heike Lehmann