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| 01:27 Uhr

Der Wilde Westen von Sonnewalde

Sonnewalde. Die Narren haben am Sonntag in Sonnewalde das Zepter übernommen. Bei herrlichem Sonneschein zogen 29 farbenfrohe Bilder im Umzug durch die Stadt. Dann überreichte Bürgermeisterin Silke Neisser dem Prinzenpaar die Schlüssel zur Stadt. Von Mario Sanders

„Amerika, der RCC ist da“ lautete das Motto in diesem Jahr. Und so wurden Cowboys und Indianer zum beherrschenden Bild in der Sonnewalder Innenstadt. Zu Pass kam das vor allem den Kleinkraunsiker Countryfans, die ebenso im Zug mitliefen wie viele andere Vereine und Ortsgruppen. Sehenswert war auch die Idee des Breitenauer Jugendclubs, der seinen Wagen als Las-Vegas-Casino gestaltete.

Gespannt verfolgte Gerhard Schoppe (81) als Zuschauer das Geschehen wie viele andere, die bei bestem Wetter nach Sonnewalde gekommen waren. Schoppe spielt seit über 60 Jahre Flöte im Spielmannzug, gibt als rechter Flügelmann immer den Ton mit an und war bisher immer als Aktiver mit von der Partie: „Ich bin richtig hippelig, will auf der einen Seite die gute Kameradschaft nicht missen, muss auf der anderen Seite gesundheitlich etwas kürzertreten.“

Dass sich hinter den Kulissen ein kleines Drama abgespielt hatte, war für die Zuschauer nicht zu merken. Beinahe wären die Sonnewalder Narren ohne Prinzenpaar geblieben. Prinzessin Carolin I. und Prinz Stephan I. erfuhren erst vor einer Woche von ihrem Glück. Anett Albrecht, Programmdirektorin des RCC schickte den Notruf nach Frankena. Und der wurde erhört. Prinzessin Carolin: „Da können wir doch als Frankenaer aushelfen, schließlich gehörten wir früher sogar zu Sonnewalde.“

Moderiert wurde der Umzug, wie immer mit flotten Sprüchen, von Peter Freitag, der so manchen Schluck mit den Zugteilnehmern nehmen musste. Auch an Dieter Wehlan, Standartenträger des Spielmannzuges, kam er nicht vorbei, der mit seinem Flüssigkeitsspender auf dem Rücken die Zuschauer versorgte.