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Der Sängerfest-Sonntag war 2016 der heißeste Tag des Jahres

Der 28. August 2016 war der heißeste Tag im Jahr mit 34,5 Grad Celsius. Beim großen Sängerfestumzug in Finsterwalde mussten Regenschirme Schatten spenden.
Der 28. August 2016 war der heißeste Tag im Jahr mit 34,5 Grad Celsius. Beim großen Sängerfestumzug in Finsterwalde mussten Regenschirme Schatten spenden. FOTO: Heike Lehmann
Doberlug-Kirchhain. Auch im Jahr 2016 gab es zahlreiche Wetterextreme und Auffälligkeiten. Eine Auswahl dieser Ereignisse hat Carsten Schneider von der Regionales Messgruppe des Deutschen Wetterdienstes Potsdam zusammengefasst. pm/leh

Das Temperaturmittel betrug 10,0 Grad Celsius. Das sind plus 1,5 Kelvin (Maßeinheit für Temperaturunterschiede) über dem langjährigen Mittelwert. Damit liegt 2016 auf dem Niveau der Jahre 2006, 2008 und 2011, aber auch von 1989, 1990 und 1994.

Verglichen mit der Referenzperiode aus den Jahren 1961 bis 1990 gab es sehr ungewöhnliche Monatsmittel der Lufttemperatur im Februar (3,8 °C/plus 3,7 K), und September (17,3°C/plus 3,6 K), aber auch etwas zu kalte Werte im Oktober (8,9/minus 0,3K) und November (3,8°C/minus 0,5 K).

Am heißesten war es mit 34,5°C am 24. Juni und 28. August - das war der Sonntag beim Finsterwalder Sängerfest. Am kältesten war die Luft am 22. Januar (-17,7) und am Boden am 19. Januar (-18,7°C).

Der erste Sommertag mit mehr als 25 Grad Celsius war schon am 11. Mai (25,1°C). Der letzte Sommertag wurde am 26. September (26,0°C) registriert.

Der Jahresniederschlag liegt mit 569 mm bzw. Liter pro Quadratmeter knapp über dem Mittelwert von 560 mm. Es gab sechs feuchte und ebenso sechs trockene Monate, so Schneider. Das heißt, in der ersten Jahreshälfte war nur der Mai zu trocken. Im Umkehrschluss war in der zweiten Hälfte der Oktober zu feucht. Mit der größten Abweichung zum festgelegten Mittelwert sticht hier der Februar heraus (180 Prozent), gefolgt vom Juni (164 Prozent) und Oktober (160 Prozent). Der September mit 14,8 mm hatte mit 32 Prozent den geringsten Niederschlagswert. Der August hatte 60 Prozent und der Juli 69 Prozent. Der Juni war mit 113 mm Regen am feuchtesten, der September der trockenste Monat.

Aus den amtlichen Daten der Wetterstation Doberlug-Kirchhain, einer offiziellen Messstelle des Deutschen Wetterdienstes, geht hervor, dass 2013 (614 mm) und die Jahre 2007 bis 2010 ebenfalls, zum Teil deutlich, zu feucht waren.

Der Tageshöchstniederschlag (24 Stunden von 8 bis 8 Uhr) wurde am 23. Mai mit 35,7 mm gemessen. Vom 12. bis 17. Juni fielen 77 Liter, allein in dieser Zeit damit schon 10 Liter über dem Monatssoll.

Aber auch sonnige Seiten hatte das Jahr 2016 zu bieten. So gab es im Mai 246, im Juni 240 und im September insgesamt 220 Sonnenstunden. Für September bedeutet das 145 Prozent des Mittelwertes, für Dezember (69,8 Stunden) sind es gar 178 Prozent. Für das ganze Jahr konnten 1624,8 Sonnenstunden gemessen werden. Damit fehlen nur 1,2 Stunden am langjährigen Mittelwert.

Mit 86 und 80 km/h (23,8 sowie 22,2 m/s) wurden am 26. Dezember und am 9. Februar die höchsten Windspitzen gemessen.