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Der letzte Abt von Dobrilugk

Doberlug-Kirchhain. NIKOLAUS THIEME - der letzte Abt von Dobrilugk und die Reformation MARTIN LUTHERS, so laden die Klosterkirchengemeinden herzlich ein, am Donnerstag um 19 Uhr in der Klosterkirche Doberlug ein musikalisches Schauspiel aus der Geschichte des Zisterzienserklosters Dobrilugk zu verfolgen. Hintergrund ist eine der drei historischen Erzählungen von Margarete Gericke, Ehefrau des ehemaligen Doberluger Pfarrers Dr. pm/leh

Wolfgang Gericke (1961 bis 1979), die die Auflösung des Klosters und die Persönlichkeit des letzten Abtes von Dobrilugk zum Inhalt hat. Nach den Wirren um die Flucht des Abtes Heinrich Monch von Merzkirchen mit umfangreichem Klosterbesitz in das Vorwerk Graditz und der unglücklichen Amtszeit eines Abtes Jakob Ruesch, entwickelte sich mit der Wahl von Nikolaus Thieme die Hoffnung, dass das Kloster Dobrilugk in seinem Bestand gefestigt und es seine frühere Ausstrahlungskraft wiedererlangen würde.

Die Verfasserin beschreibt den letzten Abt als gütigen, freundlichen, dem Wort Gottes zugewandten Priester, der die Lehren Martin Luthers studiert hat und dadurch im persönlichen Spannungsfeld zwischen der Bewahrung des Mönchstums, wie es die Väter von Citeaux vorgelebt haben, und der neuen Lehre seinen Platz suchte. Besonders interessant ist es auch für die heutigen Bewohner der ehemaligen Klosterdörfer Trebbus, Arenzhain, Friedersdorf, Lindena und Lichtena, die einiges über ihre Vorgänger erfahren können.

Die Handlung mit Laiendarstellern wird musikalisch umrahmt vom Musizierkreis "Laudate", einem Gregorianikchor, der Kantorei der Klosterkirche, einem Posaunenchor und den historischen Kesselpauken, Leitung: Helfried Brauer und Kreiskantor Andreas Jaeger, Orgel: Kantorin Solveig Lichtenstein, Herzberg. Der Eintritt ist frei. Am Ausgang sind gern Spenden zur Deckung der Unkosten erwünscht.

Donnerstag, 19 Uhr, Klosterkirche Doberlug