"Dass es unser bekannter Storch ist, war gleich zu merken", hat Bärbel Janosch festgestellt. "Er hat sofort mit der Reinigung des Nestes begonnen. Dann hat er sich von der langen Reise ausgeruht." Unmittelbar vor ihrem Haus steht der Betonmast mit dem Storchenhorst, den Bärbel Janosch seit Jahren betreut und Buch über die Ankunft und den Abflug der Störche führt. So weiß sie auch: "Im vorigen sind vier Junge geboren worden, doch eins wurde aus dem Nest geworfen." Seit 1957 nisten in Frankena Störche - in der Regel lässt der zweite Storch nicht lange auf sich warten.

Spannend wird es in Brenitz. Der sogenannte Winterstorch, der vermutlich als erster in Brandenburg die kalte Jahreszeit hier verbracht hat, fliegt gegenwärtig zwischen dem Horst in Dorfmitte und dem Grundstück der Familie Ittner, die ihn betreut hat, hin und her. "Nach den kalten Nächten kam er gern zum Fressen, wir haben ihn mit Fischen gefüttert", sagt Frau Ittner.

Befürchtet wird jetzt, dass es zu Auseinandersetzungen zwischen dem kräftigen Winterstorch und dem alteingesessenen Brenitzer Storchenpaar kommen könnte, das noch erwartet wird.