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Den Gegner einfach flachlegen und Tore schießen

Bubble-Fußball an der F 60: Team "Post plenum" gegen "Lindenau".
Bubble-Fußball an der F 60: Team "Post plenum" gegen "Lindenau". FOTO: sam1
Lichterfeld. Lustig sieht es schon aus, wenn zehn Leute in übergroßen Schwimmringen Fußball spielen. Das sogenannte Bubble-Soccer ist im Kommen. sam1

Am vergangenen Wochenende wurde es am Fuße des liegendem Eiffelturmes gespielt. Während über den Köpfen der Fußballer eine Bergwerksführung nach der anderen vorübergeht, kämpfen sie unten um Tore. Fünf Spieler pro Mannschaft versuchen, den Ball wie bei einem richtigen Fußballspiel in zwei Halbzeiten zu je fünf Minuten ins gegnerische Tor zu bringen. Was einfach klingt, ist am Ende mit viel Spaß verbunden.

"Im Großen und Ganzen wird nach den Regeln des Fußballs gespielt. So genau werden wir es aber nicht nehmen", sagt Mitveranstalterin Lisa Wagner. Die 27-Jährige ist gleichzeitig Schiedsrichterin bei den Spielen, wo Jeder gegen Jeden antritt. Gehen Rangeleien und Fouls beim richtigen Fußball manchmal mit Verletzungen einher, so hat man es beim Bubble-Soccer einfacher. Durch die unsichere Standweise mit den übergroßen Schwimmringen, ist es dem Gegner ein leichtes, den Gegenspieler einfach wegzukicken. Die Spieler sehen dann aus wie Marienkäfer auf dem Rücken, tragen aber selten Verletzungen davon.

Als Titelverteidiger ging die Mannschaft aus Boblitz ins Rennen. "Das Spiel ist einfach. Man muss nur schießen. Wirklich etwas mit Fußball hat das hier nicht zu tun. Die kräftigsten in der Mannschaft rennen die Gegner um, die kleineren unter uns schießen dann die Tore", meint Mathias Schmidt, der eher dafür da ist, den Gegner im wahrsten Sinne des Wortes flachzulegen.

Unter Leitung von Madleen Schulze traten die Jungs und Mädels von "Post Plenum" aus Elsterwerda an. "Wir haben es vor einem Monat auf Facebook gelesen und uns sofort dafür entschieden. In Berührung sind wir mit diesen großen Blasen noch nie gekommen. Für uns ist es einfach nur Gaudi." Am Ende siegte das Team Lindenau vor Boblitz und dem Jugendclub Rubbeldikatz aus Staupitz.

2018 soll es bis zu vier Termine geben. Lübbenau und die F60 in Lichterfeld sind gesetzt. Wo die letzten Spiele stattfinden werden, ist noch nicht raus", verriet Christian Wegeritz vom Spreewald-Event-Service als Veranstalter.