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| 14:27 Uhr

Finsterwalde
„Debby“ macht viel mehr als Pflaster kleben

Treffen bei „Debby“ in der Grundschule Stadtmitte: Hannelore Elmer, Alexander Piske, Krankenschwester Deborah Lebedies und Andreas Jäpel (von links).
Treffen bei „Debby“ in der Grundschule Stadtmitte: Hannelore Elmer, Alexander Piske, Krankenschwester Deborah Lebedies und Andreas Jäpel (von links). FOTO: SPD Finsterwalde
Finsterwalde. Die Sängerstadt-Sozialdemokraten wollen sich für mehr Grundschulkrankenschwestern starkmachen.

Seit 2017 gibt es den Modellversuch der „Schulgesundheitsfachkräfte“ an ausgewählten Schulen im Land Brandenburg, der durch den AWO-Bezirksverband Potsdam getragen wird. Die ausgebildete Krankenschwester und Finsterwalderin Deborah Lebedies ist seit Juni dieses Jahres als Schulgesundheitsfachkraft an der Grundschule Stadtmitte tätig. Dies nahm der Ortsverein der Finsterwalder Sozialdemokraten zum Anlass, ihr einen Besuch abzustatten, um sie und ihre Arbeit vor Ort kennenzulernen.

Gleich zu Beginn des Gesprächs beeindruckte sie die Vorstandsmitglieder mit der Leidenschaft und Energie, die sie für ihre Arbeit versprüht. Ihr Arbeitsspektrum ist breit: von der Gesundheitsförderung über Prävention bis hin zur gesundheitlichen Erstversorgung der Schüler. Aber nicht nur das. Sie ist an drei Schulen parallel tätig. Neben der Grundschule Stadtmitte wird Deborah Lebedies auch an der Grundschule Nehesdorf und in Rückersdorf eingesetzt und ist daher in der Woche viel unterwegs. Die Vorstandsmitglieder konnten sich schnell einen Eindruck von ihrer Arbeit verschaffen und zeigten sich über die Arbeitsbedingungen in ihrem Schwesternraum sehr zufrieden. „Frau Lebedies leistet eine wertvolle Arbeit an den Grundschulen. Mit 20 bis 25 Fällen pro Tag ist sie voll ausgelastet. Ihre Arbeit wird von den Kollegen der Schule geschätzt. Zudem ist sie für die Schüler eine vertrauensvolle Ansprechperson für alle gesundheitlichen Fragen und Probleme“, so der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Alexander Piske.

Der gute Kontakt zu den Schülern zeigt sich auch in der Umsetzung der Idee „Pflasterbande“. Hierbei helfen Schüler anderen Schülern unkompliziert bei kleineren Wehwehchen auf dem Schulhof. Schulkrankenschwester „Debby“, wie sie von den Schülern angesprochen werden darf, bemängelt vor allem die fehlende Mundhygiene und das damit verbundene Bewusstsein fürs Zähneputzen bei den Schülern. Hier sieht sie an den Schulen noch Handlungsbedarf, aber auch die Eltern spielten eine wichtige Rolle und müssten zunehmend aufgeklärt werden.

Die Sängerstadt-SPD sieht die Notwendigkeit, das Projekt weiterzuführen und Schulkrankenschwestern dauerhaft an den Grundschulen einzusetzen. „Hierfür werden wir beim Land gemeinsam mit der AWO des Bezirksverbands Potsdam als Träger des Projekts Gespräche suchen und mit Nachdruck dafür werben, finanzielle Voraussetzungen zu schaffen, Schulkrankenschwestern in den Regelbetrieb aller Grundschulen zu integrieren“, so Alexander Piske abschließend.

(pm/blu)