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"Das würde die Lebenszeit des Rasens nur verkürzen"

Finsterwalde. Warum nutzen die Finsterwalder Fußballvereine während des Winters eigentlich nicht den vor zweieinhalb Jahren für teures Geld in den Sportpark gebauten Kunstrasen und tragen ihre Testspiele stattdessen auf neutralem Boden in Elsterwerda oder Senftenberg aus? Mit dieser Frage wurde die RUNDSCHAU kürzlich am Reportertelefon konfrontiert. Die Antwort: Weil selbst Kunstrasenplätze bei mancher Witterung nicht zu bespielen sind. Steven Wiesner

Die Initiatoren warben im Sommer 2014 zwar mit dem Anspruch, der Platz könne bei jedem Wetter genutzt werden. Schon damals aber schob Planerin Barbara Mildner die Einschränkung hinterher: "Außer bei hohem Schnee." Paula Vogel von der Stadt Finsterwalde erklärt nun aktuell auf RUNDSCHAU-Nachfrage: "Der Platz wird von Schnee oder Eis nicht befreit, weil das die Lebensdauer des Rasen verkürzen würde." Unter anderem würde man damit das Granulat, das den Platz weich macht, vom Rasen kratzen. 720 000 Euro hatte der Kunstrasen seinerzeit gekostet, die Stadt stemmte einen Eigenanteil von rund 240 000 Euro.