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"Das sind wir, so fühlen wir uns"

Uwe Oppitz dankt der 1. Brandenburger Bierkönigin Carolin Käbermann.
Uwe Oppitz dankt der 1. Brandenburger Bierkönigin Carolin Käbermann. FOTO: Böttcher
Finsterwalde. () Für das 4. Brandenburger Brauereitreffen am Wochenende in der Sängerstadt ist Veranstaltern, Organisatoren, Partnern und Gastgebern eine Krone aufzusetzen. Gabriela Böttcher

Zu diesem ersten Fazit führen jedenfalls die Einschätzungen von Akteuren zu Wochenbeginn. Sieht man einmal von einem stundenlangen Stau ab, in dem sich Jörg Kirchhoff, der Vorsitzende des Fördervereins der Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien, und dessen Frau bei der Heimfahrt in die heimische Braumanufaktur Forsthaus Templin am Sonntag befanden. "Wir haben eine kompetente, schöne Bierkönigin gekürt. Ich war beeindruckt, wie das Fest schon zu Beginn am Freitag angenommen wurde. Das war eine runde Sache", konstatiert Jörg Kirchhoff. Er selbst habe zwar nicht alles mitgebrachte Bier verkauft, aber immerhin sieben Fässer a 50 Liter. "Das nächste Mal - das ist 2018 in Fürstenwalde - werde man sich mehr für die Kinder einfallen lassen, kündigt er an.

Kai Rückewold, Geschäftsführer des Marketingvereins Pro Agro, spricht von sehr engagierten Partnern in Finsterwalde. "Sie sind sehr hinterher, ein solches Fest in ihrer Stadt zu haben. Das hat mich wirklich begeistert." Und dass das Bier der Klein- und Gasthausbrauereien als Genussmittel geschätzt und im Zusammenhang mit anderen regionalen Produkten in den Gasthäusern angeboten wird, erfreue Einheimische und Touristen gleichermaßen. "Beim nächsten Treffen sollten wir die Sortimente rund um das Bier noch erweitern", überlegt Kai Rückewold schon für das 5. Brauereitreffen. Er ist mit der Resonanz am Stand von Pro Agro ebenso zufrieden, wie mit seinen Beobachtungen am Rande. So habe er sich beim Frühstück im Hotel gefreut, wie Gäste ihre mit Brandenburgs Bierbotschafter Axel Schulz geschossenen Selfies zeigten und dieser sich bis tief in die Nacht den Fotowünschen der Gäste stellte.

Der Finsterwalder Brauhaus-Lokalmatador und Geschäftsführer des Fördervereins, Uwe Oppitz, zeigt sich ebenfalls auf der Welle der Begeisterung: "Es waren diesmal mehr Gäste von außerhalb da, als beim letzten Mal. Sie kamen bis aus Cottbus und Berlin. Das zeigt, dass unsere Marketingarbeit erste Früchte trägt." Uwe Oppitz ist überzeugt, dass eine sich wieder entwickelnde Brandenburger Biertradition mit den sie begleitenden Genüssen weiterer regionaler Produkte ein wunderbarer Botschafter Brandenburgs ist. "Das sind wir, so fühlen wir uns - das wollen wir im Vergleich zu anderen Regionen herausstellen", unterstreicht Uwe Oppitz und blickt dabei auch hinüber nach Sachsen. Mit Tobias Frenzel von Frenzel-Bräu aus Bautzen sei erstmals ein sächsischer Kollege beim Brauereitreffen dabei gewesen. "Mit seinem Honig-Senf-Bier war er der Exot. Es hat uns allen in Finsterwalde Spaß gemacht. 2019 und 2021 sind wir wieder hier."