| 00:00 Uhr

„Das Schwimmstadion öffnet zu spät“

Finsterwalde.. Das Finsterwalder „Schwimmstadion der Freundschaft“ startet morgen in seine 52. Badesaison – für viele, angesichts der seit langem herrschenden sommerlichen Temperaturen, deutlich zu spät. Auch die neuen Öffnungszeiten sorgten für laute Bürgerproteste – in dieser Woche vor der Stadtverordnetenversammlung. Dieter Babbe


So beschwerten sich Eltern in der Bürgerfragestunde darüber, dass das Freibad in diesem Jahr erst um 11 Uhr öffnet. Damit sei es den Kindern in den Ferienspielen, die zentral in der Grundschule Nord stattfinden, am Vormittag nicht möglich, baden zu gehen - obwohl der von der Stadt festgelegte Ferienspielplan den Montag und Freitag als Badetag festgelegt hat. „Die Stadt muss doch so flexibel sein, dass sie bei schönem Wetter das Freibad eher öffnen kann“ , drängten Frau Scholder und Frau Naupold am Bürgermikrofon.

„Wir sollten dankbar sein . . .“
Schließlich seien 70 Kinder von den Ferienspielen betroffen - und nicht nur sie, auch die Kinder aus Heimen und Vereinen. Ein Besuch erst um 11 Uhr lohne sich wegen der kurzen Zeit bis zum Mittagessen nicht, wurde argumentiert. Die Stadt sollte prüfen, ob das Bad am Abend dafür früher geschlossen werden könne, schlugen die Eltern vor.
An der täglichen Öffnungszeit im Schwimmstadion um 11 Uhr lasse sich nichts mehr verändern, erklärte Bürgermeister Johannes Wohmann klipp und klar. „Wir sollten dankbar sein, dass wir das Freibad überhaupt noch öffnen können“ , meinte er. Die Wünsche nach erweiterten Öffnungszeiten seien angesichts des Wetters zwar nachvollziehbar, aber für die Stadt aus personellen Gründen nicht zu realisieren. Als sich der Bürgermeister trotz hartnäckigen Drängens nicht umstimmen ließ, meinten die Eltern verärgert: „So wird das Freibad pö a pö zugemacht. Dann sollten die Kinder für den Freibadpreis von einem Euro in der Schwimmhalle baden dürfen.“

Morgen Saisonstart im Freibad
„Mit erheblichem Aufwand“ sei das Schwimmstadion in den letzten Wochen in einen „betriebsbereiten Zustand versetzt“ worden, teilte Kraft Stöber, der Leiter des Bäder- und Sportstättenbetriebes, gestern mit. Zur morgigen Eröffnung hätten sich auch die Feuerwehrleute angekündigt, die als zusätzliches Gaudi für die Besucher eine Wasserwand zwischen dem Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken errichten werden. Als Anreiz, den Badesee in der Umgebung mit dem Schwimmstadion am Ponnsdorfer Berg zu vertauschen, wird mit einer Tombola gelockt: Die ersten 500 Besucher bekommen mit ihrer Eintrittskarte ein Los, mit dem sie einen von drei Gutscheinen im Wert von 25 Euro für den Besuch der Schwimmhalle samt Sauna gewinnen können - Auslosung ist am Sonntag um 19 Uhr. Die Eintrittspreise bleiben unverändert niedrig: Erwachsene zahlen zwei Euro, Ermäßigte 1,50 Euro und Kinder einen Euro für einen ganzen Tag. Das Schwimmstadion bleibt nur bis zum 25. August geöffnet, täglich von 11 bis 20 U hr.