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| 12:20 Uhr

Ein großes „Danke“
Das „Schmuckkästchen“ strahlt

Vereinschef Sebastian Schulz (links) nutzte die Gelegenheit des Feiertages, um Freunden und Unterstützern des Vereins, Sponsoren und Vertretern der Stadtverordnetenversammlung einmal ein dickes „Danke“ für die gute Zusammenarbeit zu sagen.
Vereinschef Sebastian Schulz (links) nutzte die Gelegenheit des Feiertages, um Freunden und Unterstützern des Vereins, Sponsoren und Vertretern der Stadtverordnetenversammlung einmal ein dickes „Danke“ für die gute Zusammenarbeit zu sagen. FOTO: Torsten Pötzsch
Finsterwalde. Seit Jahren ist die SpVgg Finsterwalde dabei, ihr Stadion herauszuputzen – das sieht man auch. Von Torsten Pötzsch

„Meine Stadt – mein Verein – blau-weiße Leidenschaft“, so steht es in großen Lettern hinter dem Tor auf dem Einheitssportplatz im Finsterwalder Norden. Dass dies nicht nur Worte sind, sondern seit über 100 Jahren sportliche und gemeinschaftliche Taten folgen, dies wurde am vergangenen Mittwoch, zum Tag der deutschen Einheit, wieder eindrücklich bewiesen.

Nicht nur, dass ab 10 Uhr ein reger Spielbetrieb mit großem Bambini-Turnier und Nachholspielen der 1. und 2. Männermannschaft stattfand, es gab am Rande des Spielfeldes auch so etwas wie einen kleinen Festakt. Der Vorstand der SpVgg Finsterwalde nutzte die Gelegenheit des Feiertages, um Freunden und Unterstützern des Vereins, Sponsoren und Vertretern der Stadtverordnetenversammlung einmal ein dickes „Danke“ für die gute Zusammenarbeit zu sagen.

2012 feierte „die Einheit“ ihr 100-jähriges Jubiläum und seither hat sich die Spielstätte zu einem echten „Schmuckkästchen“ entwickelt. Dies sieht man nicht nur an äußeren Veränderungen, allgemein kennen die „Blau-Weißen“ nur eine Richtung und die zeigt tendenziell nach oben. Aktuell gibt es 302 Mitglieder und im aktiven Spielbetrieb befinden sich neun Nachwuchsmannschaften und drei Männerteams. Eine Basis, auf die man zu recht stolz ist. „Doch wir sind auch an unseren Kapazitätsgrenzen, was den Spielbetrieb angeht“, erklärte der Vereinsvorsitzende Sebastian Schulz am Rande des Treibens gegenüber der Rundschau. „Nicht nur die erfolgreiche Nachwuchsarbeit, sondern auch die ganze Sache am Laufen zu halten, ist eine tägliche Herausforderung, die wirklich viel Herz und Verstand erfordert, aber auch viel Unterstützung von anderer Seite.“

Seit sechs Jahren ist man erfolgreich dabei, die Spielstätte herauszuputzen. 195 000 Euro wurden bisher verbaut, die Stunden, die in freiwilliger Arbeit eingebracht wurden, hat nie einer gezählt. Allein in diesem Jahr wurden 60 000 Euro verbaut und das sieht man auch. „Wir haben neue Ballfangnetze, neue Barrieren, einen neuen Gehwegbereich um den Platz und die Traversen wurden nach 100 Jahren auch erneuert. Hinzu kamen zwei neue Tore von der Sparkasse, die jetzt wieder der Bundesliganorm entsprechen, im Wert von 3000 Euro.“

An vielen Fäden musste gezogen werden, um die 60 000 Euro zusammen zu bekommen, die 2018 investiert wurden. 22 650 Euro kamen aus einem kommunalen Infrastrukturprogramm, 20 000 Euro von der Stadt und den Rest stemmt der Verein in Eigenleistung. Eine wirklich respektable Leistung. Dies erkannte auch Bauamtsleiter Frank Zimmermann in seinem kurzen Grußwort an. Den Dank der Vereinsführung gab er umgehend an die anwesenden Stadtverordneten weiter. „Wir erarbeiten nur die Vorlagen, am Ende müssen die Abgeordneten zustimmen, was sie auch taten und heute sehen können, dass sie mit ihrer Entscheidung richtig lagen.“

Sebastian Schulz nutzte die Gelegenheit für einen kurzen Rückblick und für ein großes „Danke“ an alle Unterstützer, Vereinsmitglieder, Sponsoren und ausführenden Firmen. Stellvertretend nannte er das Finsterwalder Baustoffzentrum als zuverlässigen und kompetenten Partner und die Firma „Erdwolf“.

Doch die „Blau-Weißen“ wären nicht die „Blau-Weißen“, wenn sie sich nur auf Geleistetem ausruhen und nach hinten schauen würden. Der Blick, in jeder Hinsicht, geht immer weiter nach vorn. „Unser nächstes „Großprojekt“ wird die Bewässerungsanlage, welches wir im kommenden Jahr angehen wollen. Die Notwendigkeit dafür spürten wir im letzten Sommer alle.“ In diesem Zusammenhang wurden dann auch zwei Vereinsmitglieder namentlich erwähnt. Andre Jung und Klaus-Dieter „Papa“ Neitzke sind auf der Einheit die Platzwarte und sie „schlugen eine wahre Hitzeschlacht, damit das Grün grün bleibt und der Platz gute Spielbedingungen bietet.“

Den offiziellen Feiertag zu einem sportlichen Feiertag machte dann die 1. SpVgg-Elf mit ihrem Kantersieg gegen den FC Lauchhammer II. Mit einem 9:0 überrannten sie die Gäste und zahlten so die finanziellen Investitionen sportlich eindrucksvoll zurück.