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| 09:44 Uhr

Kulturerbe in Gefahr
„Das Schloss Sonnewalde braucht Leben“

Das Schloss Sonnewalde ist ein Sorgenkind von Stadt und Denkmalschutzbehöre.
Das Schloss Sonnewalde ist ein Sorgenkind von Stadt und Denkmalschutzbehöre. FOTO: Heike Lehmann
Sonnewalde. Die Denkmalschutzbehörde wünscht sich mehr Engagement beim Sorgenkind Vorderschloss.

Zum Schloss Sonnewalde sprach die LAUSITZER RUNDSCHAU mit Gerd Günther von der Denkmalschutzbehörde des Landkreises Elbe-Elster.

In Elbe-Elster sind etliche Schlösser wahre Augenweiden geworden. Das in Sonnewalde gehört nicht dazu. Warum?

Gerd Günther Ich persönlich würde mir wünschen, dass es auch am Sonnewalder Vorderschloss vorangeht. Aber die Initiative muss von den Sonnewaldern ausgehen. Es hapert leider an der Haushaltssituation der Stadt.

Wie wichtig ist das Sonnewalder Schloss?

Gerd Günther Es ist einer der wenigen Highlights in der Stadt und in keinem guten Zustand. Dennoch ist es das kulturelle Zentrum für die Sonnewalder.

Die sich nach ihren Möglichkeiten aber schon kümmern ...

Gerd Günther Sicher. Damit das Obergeschoss wieder genutzt werden kann, wurden in der Kutschenkammer die Steinsäulen saniert. Auch die Fenster sind dort erneuert. Das war sehr wichtig. Die gleiche Dramatik haben wir an den einstigen Gefängniszellen. Die sind einmalig in Elbe-Elster und seit Jahren nur baugesichert. Es fehlt an Standsicherheit. So etwas gehört saniert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Was raten Sie den Sonnewaldern?

Gerd Günther Es müsste mehr Leben rein ins Denkmal. Das Sonnewalder Schloss gehört zu unseren Sorgenkindern. Vielleicht wäre neben dem Heimatmuseum eine Gastronomie überlegenswert, für die natürlich bewusst geworben werden müsste.

Mit Gerd Günther
sprach Heike Lehmann.

Am Donnerstag, 1. März, um 19 Uhr lädt die LAUSITZER RUNDSCHAU zu einer offenen Podiumsdiskussion in der Aula der Grundschule ein. Auch die Zukunft des Sonnewalder Schlosses soll thematisiert werden. Der Eintritt ist frei.