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| 01:07 Uhr

„Das ist der ganz besondere Kick“

Es gibt noch viel zu tun bis zur Einweihung des Schießplatzes.
Es gibt noch viel zu tun bis zur Einweihung des Schießplatzes. FOTO: Fotos: Dietmar Seidel
SONNEWALDE.. Am 1. August ist Sonnewalde um eine große Attraktion reicher. An diesem Tag wird der 300-Meter-Großkaliber-Schießplatz eingeweiht. Der erste und einzige seiner Art im ganzen Land Brandenburg bislang. Fotos: Dietmar Seidel


Die 67 Mitglieder der Schützengilde Sonnewalde 90 (1549) e. V. haben sich schon jetzt damit ein „kleines“ Denkmal gesetzt - und sich in ein „großes“ Abenteuer gestürzt, besonders auch in finanzieller Hinsicht. „Gut 500 000 Euro haben wir in die neuen Anlagen investiert“ , so Reinhard Strutzik, der Vizepräsident der Schützengilde. „Damit wurde jede Menge Erde bewegt, Wald gerodet und auch wieder an anderer Stelle angepflanzt, Unterstände wurden gebaut und noch vieles mehr. Die einzige Unterstützung, die wir dabei bekamen, waren acht ABM-Kräfte über einen längeren Zeitraum. Die haben sehr gute Arbeit geleistet, doch für uns blieb noch genug zu tun. Ein harter Kern von etwa 15 Leuten hat hier gute 1 000 Stunden gerackert. Und bis zur Eröffnung gibt es noch eine Menge zu tun.“
Innenminister Schönbohm wurde zur Eröffnung eingeladen, natürlich der Präsident des Brandenburgischen Schützenbundes und auch Edwin Zimmermann, der schon bei der Grundsteinlegung für die neue Anlage dabei war. Das war Mitte April vorigen Jahres - und die folgenden Monate vergingen für die Schützenbrüder im Zeitraffertempo. Jede freie Minute ging es raus auf den Platz, denn der lange und harte Winter brachte etwas Verzug, um so mehr war jede helfende Hand gefragt. Ungeahnte Qualitäten beim Schießstandbau entwickelten die Zwillinge Mathias und Michael Klähr, seither nennt man sie nur noch die „Baumeister“ . Und auch den Jugendlichen Adrian Schiller lobten die Schützenbrüder über den grünen Klee, als die RUNDSCHAU dieser Tage den Schießstand in Augenschein nahm.
Danach befragt, was denn den besonderen Reiz einer 300-Meter-Anlage ausmache, kamen die Schützen sofort ins Schwärmen. „Es ist ein besonderer Kick und eine riesige Herausforderung, auf solch einer Anlage zu schießen. Die 1 x 1-Meter-Scheibe ist dabei so groß wie ein Bierdeckel, und es wird mit Zielfernrohr, aber auch mit offenem Visier geschossen.“
Ein weiteres Highlight ist die Wurfscheiben-Trap-Anlage, neben den 300-Meter-Bahnen soll sie wesentlich zur Refinanzierung des Objekts beitragen. „Die Anlagen wurden nicht zum Selbstzweck oder nur zu unserer Befriedigung gebaut“ , erklärt Reinhard Strutzik. „Wir werden unseren Schießplatz auch ganz weit für die breite und interessierte Bevölkerung öffnen. Wir gehen davon aus, dass die Schießanlage zu einem touristischen Zugpferd für die Stadt werden wird. Reichlich Anfragen liegen uns schon vor. Neben der Organisation und Durchführung von Wettkämpfen kann man den Platz auch für Betriebs- und Familienfeiern oder Grillabende in einem ganz besonderen Umfeld buchen. Alle Veranstaltungen können in Verbindung mit sportlichen Wettkämpfen und zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden. Man muss dazu kein Mitglied unserer Schützengilde sein, nur eine Voranmeldung ist nötig, sogar die Waffen werden von uns gestellt. Natürlich alles im Rahmen der hohen Auflagen beim Schießsport.“
Interessenten, und nicht nur die aus Sonnewalde, sind schon jetzt zur Eröffnung der neuen Schießanlage am 1. August um 16 Uhr recht herzlich eingeladen. Am 9. August gibt es hier dann schon den ersten großen Wettkampf. Schützen aus Hessen, Sachsen und Brandenburg haben sich zum Länderwettkampf angesagt.