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Darf ein Radfahrer sein Pferd mitführen?

Finsterwalde. Wer einen gekennzeichneten Fahrradweg nicht benutzt, stattdessen auf der Straße fährt und zum Beispiel wegen einer Ölspur ausrutscht und einen Unfall erleidet, haftet für den eingetretenen Schaden mit, denn er hätte ihn vermeiden können, wenn er vorschriftsmäßig auf dem Radweg gefahren wäre, zitiert Hans-Joachim Dupski aus einem Gerichtsurteil. Danach gilt: Wer grundlos einen Fahrradweg nicht benutzt, muss sich bei einem Unfall mit einem Pkw auf der Fahrbahn in jedem Fall Mitverschulden anrechnen lassen, meist um die 25 Prozent. dbe

Wo muss man mit den Elektrofahrrädern fahren? Dürfen oder sollen radelnde Kinder den Gehweg benutzen - neuerdings sogar in Begleitung von Erwachsenen? Ja! Ein Radfahrer darf seinen Hund an der Leine mitführen - sein Pferd aber auch? Nein! Diese und viele andere spezielle Fragen zum Thema "Richtiges Verhalten von Radfahrern und Fußgängern im Straßenverkehr" erläutert Hans-Joachim Dupski von der Deutschen Verkehrswacht bei der Verkehrsteilnehmerschulung, die am Montag, 4. April, um 18 Uhr bei der Kreisverkehrswacht Elbe-Elster in der Finsterwalder Tuchmacherstraße (Musikschule) stattfindet.

Hans-Joachim Dupski räumt dann auch mit einem weitverbreiteten Irrtum auf - von wegen Radfahrer unter Alkohol müssen das Auto stehen lassen, dürfen aber mit dem Fahrrad nach Hause fahren. "Wer mit 1,6 Promille Alkohol und mehr auf dem Fahrrad erwischt wird, der muss mit drei Punkten in Flensburg und einer Geldstrafe von meist einem Nettomonatsgehalt rechnen." Dupski muss es wissen: Er ist Vorsitzender der OSL-Kreisverkehrswacht, Mitglied der Landesverkehrswacht Brandenburg und bei der Polizei als Revierleiter in Elsterwerda tätig.