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Grünanlagen werden umgestaltet
Damit Rettungsfahrzeuge freie Bahn haben

Daniel Biedenweg von der Finsterwalder Wohnungsgesellschaft deutet auf den Rettungsweg, der für die großräumigen Feuerwehrfahrzeuge zu eng ist.
Daniel Biedenweg von der Finsterwalder Wohnungsgesellschaft deutet auf den Rettungsweg, der für die großräumigen Feuerwehrfahrzeuge zu eng ist. FOTO: Daniel Friedrich / LR
Finsterwalde. Im Finsterwalder Südkomplex werden derzeit die Grünanlagen umgestaltet. Die Rettungswege waren zu schmal für schnelle Hilfe. Von Daniel Friedrich

RUNDSCHAU-Leser Bernd Heidenreich lebt gern im Finsterwalder Südkomplex. Die ruhige Lage und die hübsch gestalteten Grünanlagen inmitten der Wohnblöcke gefallen ihm. Doch vor einigen Tagen wurden die großen Findlinge vor seinem Block eingesammelt und abtransportiert, hat er beobachtet. Dabei seien sie vor Jahren einmal Teil der aus Fördermitteln gestützten Wohnumfeld-Begrünung gewesen. Heidenreich fürchtet, dass sich sein Wohnumfeld noch weiter verändert und sich der Grünflächenbestand womöglich reduziert.

Daniel Biedenweg, technischer Leiter bei der Finsterwalder Wohnungsgesellschaft, beruhigt: „Grund für den Abtransport der Steine ist, dass die Feuerwehrzufahrten und Aufstellflächen wieder nutzbar gemacht werden müssen. Dies betrifft den Wohnkomplex Holsteiner Straße, Brandenburger Straße und Mecklenburger Straße.“ Bei Begehungen mit dem Ordnungsamt, dem Landkreis und der Feuerwehr wurde festgestellt, „dass die 2001 umgesetzte Außengestaltung mit integrierten Feuerwehrzufahrten heute nicht mehr der damalig geplanten Anforderung genügt.“

Ursprünglich dienten die Findlinge zur Markierung des geschotterten Rettungsweges, der nach den Richtlinien 3,50 Meter breit sein muss. Jedoch muss beim Aufstellen des Feuerwehrfahrzeugs noch mehr beachtet werden, wie Daniel Biedenweg erklärt: „Für die Drehleiter und die Fahrzeugstützen müssen neben dem Rettungsweg noch zwei Meter hindernisfreier Geländestreifen liegen.“ Dies war offensichtlich nicht der Fall. Bei einem Brand hätte die Feuerwehr also womöglich wertvolle Zeit für das Rangieren vor einem Wohnblock vertan. Nach Angaben der Wohnungsgesellschaft müssten des Weiteren einige Äste der gut 15 Jahre alten Bäume abgeschnitten werden. Und auch mancher nachträglich gepflanzte Busch müsse wohl weichen. „Darüber hätten wir unsere Mieter schon vorher informieren können“, gibt Biedenweg zu. Im nächsten Mietermagazin solle das nachgeholt werden.

Die Maßnahmen sollen in diesem Jahr abgeschlossen sein. Dann übrigens kämen auch die Findlinge wieder zurück ins Wohnquartier, verspricht Daniel Biedenweg: „Die Steine werden derzeit gelagert und nach Abschluss der Umgestaltung wieder im Südkomplex platziert.“ Natürlich nur so, dass sie keine Rettungsfahrzeuge mehr stören.

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Bei Anruf: Reporter 4c FOTO: Janetzko, Katrin / LR