Nach ihrer Runde, die sie unter anderem über das Kraftwerk Plessa, über Elsterwerda und Herzberg führte, besuchte sie am Abend das Bürgerbüro von MdL Carolin Steinmetzer (PDS) in Finsterwalde. Und auch in der „noch lauwarmen Wahlkampfphase“ , wie es in der Einladung der PDS hieß, legte sie eine straffe Marschrichtung vor. Bürgerversicherung, Vermögenssteuer, eine Umverteilung „freier Spitzen“ von 150 Millionen Euro in Brandenburg, etwa in die Bildung, dazu stehe sie. Hartz-IV und Arge hält sie für ein unsinniges Modell, da keine Arbeit zu verteilen sei und die Arge nur Geld schlucken würde.
Die rund 30 Besucher der Veranstaltung, zum Teil PDS-Mitglieder, kritisierten in der Fragerunde die mögliche Umbenennung in „Linkspartei“ - ihnen fehle das Kürzel PDS im Namen. Enkelmann betonte: „Unser Programm bleibt das gleiche.“ Man habe mit der Wahlalternative für Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) viele Gemeinsamkeiten. Weiter kritisierten anwesende PDS-Mitglieder, dass die PDS im Vergleich zu den anderen Parteien noch nicht ihr Wahlprogramm beschlossen habe. Man wolle das Programm noch offen mit den Bürgern diskutieren, so die Landtagsfraktions-Vorsitzende.
Der brandenburgischen Landesregierung warf Enkelmann vor, Förderungen für das Land „am grünen Tisch“ in Potsdam zu beschließen und nicht das Potential der lokal engagierten Menschen in die Überlegungen einzubeziehen. Die Touren durch die Kreise Brandenburgs wollen Dagmar Enkelmann und ihr Wahlkampf-Team bis Mitte August fortsetzen. Am Dienstag besuchen sie das Havelland.