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| 09:34 Uhr

Da steigt was in die Nase

SCHACKSDORF.. Wenn eine kleine Brise aus Richtung Osten durch das Schacksdorfer „Unterdorf“ weht, dann steigt vielen Bewohnern ein ziemlich unangenehmer Duft in die Nase. Die Ursache ist schnell ausgemacht: das neue Klärwerk, direkt am Rande des Dorfes.


Sind das Anlaufprobleme, ein technischer Defekt oder gar eine Fehlplanung, darüber sprach die RUNDSCHAU mit dem Projektanten Jürgen Wittlich. „Das Problem ist uns natürlich bekannt, wir ignorieren es nicht und sind an der Sache dran.“ Mittlerweile liegt die Angelegenheit auch beim Amt für Emissionsschutz in Frankfurt (Oder) und wird dort beobachtet. Jürgen Wittlich selbst ist heute wieder am Ort des Gestanks und überprüft, ob die Anlage normal läuft. „Das Klärwerk braucht allerdings eine Einlaufzeit, und die geht noch bis Ende des Jahres. Bis dahin muss sich die Wasserbilanz eingestellt haben. Wir beobachten ständig, was läuft zu und was läuft ab.“

Landpartie
Nach Ansicht des Fachmanns stellen auch die extreme Hitze und Trockenheit ein Problem dar, und die Luft steht förmlich. Nachpflanzungen in verschiedenen Becken machen sich notwendig. Es besteht auch die Möglichkeit, das halbe Klärwerk „abzuschalten“ , allerdings nicht zum derzeitigen Zeitpunkt. „In der Einlaufzeit muss die gesamte Anlage erst einmal komplett laufen. Technisch geht das gar nicht anders“ , erläuterte Jürgen Wittlich. Er wird also weiter seine Nase in das Klärwerk stecken, und den Ort des üblen Geruchs beobachten und, wie so viele Menschen, auf Wasser von oben und von unten hoffen.
Unterdessen stecken im Amt die kühnen Rechner ihre Nasen in die Unterlagen des Netz- und Klärwerksbaus, um zu errechnen, welche Anschlussgebühren zu zahlen sind. Im September könnten die ersten Bescheide für Grundstücksanschlüsse in Schacksdorf ankommen. (top)