In Elbe-Elster wurden am Dienstag (16. März) etwas weniger neue Corona-Fälle gemeldet. Mit fünf registrierten Neuninfektionen ging die Inzidenz leicht zurück auf 166, am Dienstag der Vorwoche waren 16 neue Fälle gezählt worden.
Ein weiterer Corona-Todesfall wurde gemeldet, die Zahl der Toten steht nun bei 190. In den letzten sieben Tagen waren damit sechs Todesfälle zu verzeichnen, das ist einer mehr als in den sieben Tagen zuvor. Während der Anteil der Verstorbenen an der Gesamtzahl der Fälle in Elbe-Elster nicht besonders hoch ist – der Kreis liegt hier verglichen mit dem Rest Brandenburgs im unteren Drittel – ist die Zahl der Corona-Toten gemessen an der Einwohnerzahl in Elbe-Elster weiterhin hoch, weil es im Kreis mehr Fälle gab als in anderen Regionen Brandenburgs.

28 Patienten werden in Krankenhäusern wegen Corona behandelt

In Elbe-Elster werden momentan sieben Corona-Patienten auf der Intensivstation behandelt, nach Angaben des Landkreises gibt es insgesamt 28 stationär behandelte Personen.
Auch mit den am Dienstag gemeldeten Zahlen weist Elbe-Elster weiterhin das meiste Infektionsgeschehen in Brandenburg auf und der aktuelle R-Wert von 1,55 weist weiterhin auf ein Ansteigen der Fallzahlen hin.
Der Landkreis steht seit dem Ende der vergangenen Woche dafür in der Kritik, auf das Ansteigen der Fallzahlen nicht mit weiteren Bemühungen um mehr Infektionsschutz reagieren zu wollen. Am Dienstag sagte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski in einem Interview mit dem RBB, dass zur Kontrolle der bestehenden Infektionsschutz-Regeln mehr Personal eingesetzt werden solle.
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Aus der Brandenburger Landesregierung gab es verschiedene Reaktionen auf den Kurs von Elbe-Elster: Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher sagte, dass strengere Infektionsschutzmaßnahmen gegebenenfalls angewiesen werden müssten. Zumindest bis die Inzidenz auf über 200 steigt, gibt es dazu jedoch keine Handhabe.

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