Der Kreis Elbe-Elster hat am Freitag etwas niedrigere Corona-Fallzahlen gemeldet, liegt aber wie erwartet mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 192,5 am dritten Tag in Folge über der Schwelle von 165. Gemäß den Regelungen der sogenannten "Bundesnotbremse" bedeutet das, dass ab Montag Schulen und Kindertagesstätten schließen werden.
Am 30. April wurden für Elbe-Elster 26 neue Infektionen gemeldet. Nach den Zahlen der vergangenen beiden Tage, die deutlich höher waren als eine Woche zuvor, sind das etwas weniger Fälle als am Freitag letzter Woche. Die Inzidenzzahl ist daher von 198,5 leicht zurückgegangen. Insgesamt wurde seit Beginn der Pandemie bei 6697 Menschen eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen.

Elbe-Elster mit höchster Inzidenz im Land Brandenburg

Im Krankenhaus werden aktuell 23 Corona-Patienten stationär und fünf von ihnen auf der Intensivstation behandelt. Trotz des leichten Rückgangs am Freitag ist Elbe-Elster aktuell wieder der Landkreis mit der höchsten Inzidenz und dem schnellsten Anstieg im Infektionsgeschehen in Brandenburg.
373 Infektionen werden als „aktive Fälle“ gezählt. Das heißt, die Betroffenen wurden innerhalb der letzten 14 Tage positiv getestet und sind nicht verstorben. Die meisten davon gibt es momentan in Elsterwerda, wo 50 aktive Fälle gezählt werden. Auch in Herzberg (35 Fälle) und Bad Liebenwerda (32) gab es zuletzt mehr Infektionen als in der deutlich größeren Stadt Finsterwalde (30). Das Corona-Infektionsgeschehen ist jedoch weiter breit auf den ganzen Elbe-Elster Kreis verteilt.
In Elbe-Elster gibt es aktuell für 1020 Menschen Quarantäne-Anordnungen des Gesundheitsamtes, das sind 100 mehr als eine Woche zuvor.