Nachdem für den Landkreis Elbe-Elster am Freitag keine Corona-Fallzahlen veröffentlicht wurden, meldete der Kreis am Samstag (23. Januar) einschließlich der Freitagszahlen 76 neue Fälle. Damit lag die Inzidenzzahl im Kreis bei 249,4 und ging so verglichen mit 275 am Donnerstag weiter leicht zurück.
Einer Übersicht des Gesundheitsamt des Landkreises zufolge verteilen sich die Corona-Infektionen der letzten 14 Tage, die als aktive Fälle geführt werden, weiterhin über den Landkreis. Die meisten gibt es demnach aktuell in Elsterwerda (63), während Finsterwalde (49), Herzberg (36) oder Doberlug-Kirchhain (26) im Vergleich weniger Fälle zu verzeichnen haben. Allerdings ist das Infektionsgeschehen im gesamten Kreis trotz des Rückgangs in den letzten zwei Wochen weiterhin auf einem gefährlichen Niveau.

Kreis hält Null-Covid-Strategie für „illusorisch“

Das Ziel, die Zahl der Coronainfektionen mittelfristig auf Null zu senken, will der Landkreis Elbe-Elster sich zunächst nicht zu eigen machen, „weil wir das bei der derzeitigen Lage für illusorisch halten“, wie ein Sprecher auf Rundschau-Anfrage erklärt. Stattdessen orientierte sich der Kreis in seinen Entscheidungen an der „Arbeitsfähigkeit des Gesundheitsamtes und derLeistungsfähigkeit des medizinischen und pflegerischen Versorgungssystems sowie der Abwägung von Risiken und Folgen der zu treffenden Entscheidungen“.
Eine Null-Covid-Strategie halten manche Experten für notwendig, um einerseits schrittweise in Regionen, in denen es kein Infektionsgeschehen mehr gibt, Kontaktbeschränkungen lockern zu können, und andererseits nicht mit zu frühen Lockerungen viele weitere Infektionen zu riskieren.
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