Das Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie in Elbe-Elster zeigt weiter einen rückläufigen Trend im Vergleich zu den hohen Zahlen der vergangenen Wochen. Am Donnerstag, dem 21. Januar, meldete der Landkreis 53 neue Infektionen. Damit sinkt der über die letzten sieben Tage betrachtete Inzidenzwert von 315,2 auf 275 je 100.000 Einwohner. Es ist das erste Mal seit dem 9. Dezember, dass der Wert in Elbe-Elster unter 300 sinkt.

Seit zehn Tagen gehen die Ansteckungszahlen in Elbe-Elster zurück

Mitte Dezember hatte es den zweiten Schub stark ansteigender Ansteckungszahlen im Herbst und Winter gegeben. Danach blieben sie über den Jahreswechsel auf hohem Niveau, seit etwa zehn Tagen ist ein deutlicher Rückgang zu sehen - in diesem Zeitraum hat sich die Inzidenzzahl einmal halbiert. Eine Fortsetzung dieses Trends würde auch bedeuten, dass Inzidenzzahlen unte 50 erst in mehreren Wochen erreicht werden.
Klinikum Finsterwalde: So ist die Lage auf der Corona-Station

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Kein Rückgang ist in diesem Zeitraum in der Belegung der Krankenhäuser zu sehen, die aktuell zwei freie Betten auf der Intensivstation melden. Dort werden aktuell 13 Corona-Patienten behandelt, sieben von ihnen mit invasiver Beatmung. Einschließlich der Normalstation liegen 40 Covid-19 Patienten in Elbe-Elster im Krankenhaus.

Anteil der Verstorbenen an der Zahl der gemeldeten Fälle bei 2,9 Prozent

Zwei weitere Personen sind bis zum Donnerstagmorgen an Covid-Infektionen gestorben, insgesamt liegt die Zahl der Toten in der Pandemie im Kreis damit bei 123. Es wurden insgesamt 4186 Infektionen mit dem neuartigen Virus nachgewiesen.
Nach Angaben des Landkreises liegt damit der Anteil der Verstorbenen an der Zahl der gemeldeten Fälle, für Elbe-Elster bei 2,9 Prozent. In Deutschland insgesamt liegt diese Rate bei 2,4, in Brandenburg bei 3,2 Prozent. Wie hoch der Fall-Verstorbenen-Anteil ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Weil bei Covid-19 Ältere ein sehr viel höheres Risiko tödlicher Verläufe haben als jüngere Menschen, sind demographische Umstände dabei ein wichtiger Faktor. Weil in der laufenden Pandemie noch unklar ist, wie viele Menschen sich über die registrierten Fälle hinaus mit dem Virus angesteckt haben, lässt sich noch nicht sagen, wie hoch die Letalität des Virus letztlich ist.
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