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Ausblick
„Comeback Elbe-Elster“ will in die Fläche

Sandra Spletzer, Sven Guntermann (beide G3) und Thomas Hettwer (l.) von der Sparkasse Elbe-Elster präsentieren die neuen Mappen für die Rückkehrerinitiative „Comeback Elbe-Elster“.
Sandra Spletzer, Sven Guntermann (beide G3) und Thomas Hettwer (l.) von der Sparkasse Elbe-Elster präsentieren die neuen Mappen für die Rückkehrerinitiative „Comeback Elbe-Elster“. FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. Die Rückkehrerinitiative ist zum Jahresende verstärkt präsent. Bisher wurden 300 Beratungen geführt. Von Heike Lehmann

„Uns gibt es immer noch“, sagt Sven Guntermann der Chef von Generationen gehen gemeinsam (G3), dem Trägerverein von „Comeback Elbe-Elster“. Die Vorzeichen für eine mittelfristige Zukunft der Willkommensagentur sind positiv. 2016 ist in der Kleinen Ringstraße 25 (Böttger-Haus) der Heimatladen als Anlaufpunkt eröffnet worden. Gedacht war er als temporärer Pop up-Store. „Derzeit entsteht ein Netzwerk für die gesamten Rückkehrer-Initiativen im Land Brandenburg. Und wir sind hier in Finsterwalde die Koordinierungsstelle“, sagt Guntermann. Dafür bekommt der Verein Unterstützung von der Staatskanzlei, Referat Demografie. „Die Finanzierung ist bis Ende 2018 gesichert“, so der Vereinschef. Dazu sei es gekommen, weil Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) im vergangenen Jahr am Rande des Sängerfestes selbst in der Willkommens­agentur zu Gast war. Sven Guntermann sagt mit Genugtuung: „Das Thema Rückkehrer ist im Land und bei der Regierung angekommen – vielleicht auch ein bisschen durch uns.“

Mit diesem neuen Standbein konnte eine zweite Mitarbeiterin eingestellt werden. Man befinde sich jetzt in der Übergangsphase vom Ehrenamt zum Hauptamt. Neben Projektkoordinatorin Sandra Spletzer ist seit dem 1. November Anke Robert beschäftigt. „Sie ist auch eine Rückkehrerin und hat sich 2016 bei unserem Rückkehrertag informiert“, erzählt Guntermann.

„Wir haben bisher insgesamt 300 Beratungen durchgeführt. Und wir haben Berge von Anfragen, die uns stark fordern“, sagt die Projektkoordinatorin. Es melden sich nicht nur Rückkehrer, auch Zuzügler fragen nach. Die klassischen Rückkehrer sind Menschen Mitte 20 bis Mitte 30 mit abgeschlossener Ausbildung oder Studium, die ihre Lebensplanung noch nicht abgeschlossen haben und dauerhaft sesshaft werden wollen. Eckpunkte ihres Interesses sind die gute Kinderbetreuung und die Immobilienpreise. Sie seien  überwiegend gut situiert, kämen aber auch aus der Arbeitslosigkeit heraus. Comeback Elbe-Elster macht auf Stellenangebote aufmerksam, ermutigt aber auch zu Initiativbewerbungen. „Viel ist ja vom Verhandlungsgeschick abhängig“, so Sandra Spletzer. Die klassischen Zuzügler hingegen seien Menschen im Ruhestand, die in Elbe-Elster Entschleunigung vom Ballungsraum suchen.

Künftig wolle man die Aktivitäten von Comeback Elbe-Elster mehr in die Fläche des Landkreises ziehen. Mit einer neuen attraktiven Infomappe dank Unterstützung durch die Sparkasse Elbe-Elster – von Anfang an ein stabiler Partner – wird die Initiative auf dem Finsterwalder Weihnachtsmarkt mit der Heimathütte und beim Rückkehrertag am 28. Dezember von 10 bis 15 Uhr in der Marktpassage dabei sein. Die Rückkehrer-Stammtische will man noch mehr in die Fläche tragen. Weihnachten, Ostern, Pfingsten sind dafür prädestiniert. „Als Netzwerk präsentieren wir uns am 28. Januar bei der Grünen Woche“, so Sandra Spletzer.

Öffnungszeiten Heimatladen: montags und mittwochs 9 bis 12 Uhr (Telefon 03531 718288).