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| 23:49 Uhr

Chronik
Vor 100 Jahren in Kirchhain

FOTO: Heike Lehmann
20. Juni 1919. Kirchhain verpachtete innerhalb des Stadtgebiets fünf Anlagen mit Kirschbäumen, die von der Kommune bereits vor dem Krieg angelegt worden waren. Von Olaf Weber

Sie lagen an der Torgauer Straße, der Hennersdorfer Straße, am Hackwall, am Waldhufenweg und am Weinberg. Die Ernte sollte wie üblich verpachtet werden. Im Gegensatz zu früheren Jahren musste der Pächter aber eine Reihe von Verpflichtungen einhalten. Für den Weiterverkauf legte der Magistrat Preise von 90 Pfennig für ein Pfund Sauerkirschen und 70 Pfennig für Süßkirschen fest. Ein Verkauf nach auswärts war grundsätzlich verboten.

Die Käufer der Kirschen mussten einen Teil ihrer Lebensmittelkarten entwerten lassen. Magistrat und Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung konnten Kontrollen durchführen.