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| 17:52 Uhr

Chronik
Vor 100 Jahren in Kirchhain

FOTO: Heike Lehmann
22. Mai 1919. Zum Kirchhainer Schweinemarkt waren an diesem Tag zahlreiche Käufer erschienen. Von Olaf Weber

Allerdings gab es an diesem Tag kein einziges Ferkel und keinen Läufer (junges Schwein). Offensichtlich verweigerten die Schweinezüchter einen Verkauf, da sie mit den festgesetzten Preisen nicht einverstanden waren. Damit wurde den Kirchhainern die Möglichkeit genommen, ein eigenes Schwein mit Küchenabfällen zur Schlachtreife zu füttern.

Gleichzeitig blühten die Geheimschlachtungen. Als der Vorsitzende des Doberluger Arbeiterrates in einem Kirchhainer Lebensmittelgeschäft Wildfleisch beschlagnahmen wollte, kam es zu tätlichen Auseinandersetzungen, die ihm zerkratze Hände und herausgerissene Haare einbrachten.