(owr) In den meisten Städten der Region trat die SPD auch zu den Kommunalwahlen in zwei Parteien gespalten an. Anders sah es in Kirchhain aus. Dort gab es nur eine sozialdemokratische Kandidatenliste. Dafür hatte sich aber das bürgerliche Lager gespalten. Die Zeitung schrieb in diesem Zusammenhang von den „schädlichen Pflanzen des deutschen Bürgertums: Vereinsmeierei, persönlicher Ehrgeiz und Sonderinteressenwirtschaft“. Offensichtlich wollte sich ein Teil der örtlichen Beamtenschaft nicht durch die von Fabrikanten, Kaufleuten und Handwerkern bestimmte Liste vertreten lassen. Die Wahl ging mit zehn Sitzen zu Gunsten der SPD aus. Die bürgerliche Seite bekam sieben Abgeordnete zugesprochen. Dazu kam ein Herr Kinze, der für den Evangelischen Arbeiterverein angetreten war.