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| 12:01 Uhr

Chronik
Vor 100 Jahren

22. März 1918. Anlässe wie Konfirmationen oder Todesfälle bildeten vor 100 Jahren keinen Grund mehr, um an neue Schuhe zu kommen. Von Olaf Weber

Die Reichskleiderstelle hatte die Bezugsscheinausfertigungsstelle – die Kriegswirtschaft schuf viele neue Ämter mit langen Namen – angewiesen, Ansprüchen auf Schuhwerk in Zukunft nur noch in „dringendsten Fällen“ stattzugeben. Damit bildeten Anlässe wie Konfirmationen oder Todesfälle keinen Grund mehr für neue Schuhe. Dafür sollte in Zukunft sogenanntes Ersatz- und Kriegsschuhwerk frei verkäuflich sein. Diese Schuhe bestanden allerdings nicht aus Leder, sondern aus Stoffen wie Holz, Stroh oder Pappe.