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| 23:46 Uhr

Chronik
Vor 100 Jahren in Finsterwalde

FOTO: Heike Lehmann
22. August 1919. Noch immer hingen in einigen Klassenzimmern die Bilder des ins Exil gegangenen Kaisers Wilhelm II. und des Kronprinzen. Von Olaf Weber

Der preußische Minister für Volksbildung drang in einem Erlass auf die Entfernung aller „bedeutungsloser Sinnbilder der früheren Staatsautoritäten.“

Ausnahmen gab es nur für Reproduktionen nach Gemälden von Menzel oder Lenbach. Die Bilder waren „bis auf weiteres“ unter Verschluss zu nehmen. Aber sie sollten „nicht etwa demonstrativ, sondern in möglich schonender und unauffälliger Weise“ von der Wand genommen werden.

Offensichtlich wollte man auf die Rückkehr des Kaisers vorbereitet sein.