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| 23:48 Uhr

Chronik
Vor 100 Jahren

FOTO: Heike Lehmann
16. August 1919. Die „Speck-Flut“ hieß es in einem Artikel des Niederlausitzer Anzeigers von diesem Tag. Von Olaf Weber

Nach Jahren minimaler Zuteilungen hingen auf einmal magerer und fetter Speck in ganzen Seiten in den Schaufenstern der Fleischereien. Und er war ohne Marken zu erwerben. Allerdings zu hohen Preisen. Das Pfund kostete im offiziellen Verkauf zehn Mark.

Das bedeutete, dass eine junge Arbeiterin in der Holzindustrie zwei Tage für 500 Gramm Speck arbeiten musste. Bei einem männlichen Tischler waren es immer noch fünf Stunden.

Wie schon während des Krieges gab es Gerüchte, dass die Preise anderswo wesentlich günstiger lagen.