(owr) Auch für die Finsterwalder Kirchengemeinden änderte sich nach dem Krieg einiges. Da der Magistrat die Kirchensteuern von 15 Prozent der Einkommenssteuer nicht mehr einziehen wollte, musste eine eigene Hebestelle eingerichtet werden. Für sich selbst nahm die Kirche in Anspruch, so sparsam wie kein anderer Betrieb zu wirtschaften. Trotzdem benötigte man natürlich Geld für „Beleuchtung, Heizung und Wein“. Gemeint war sicherlich der Messwein für das Abendmahl.

Einen Steuersatz von 15 Prozent nahm auch die katholische Kirche. Allerdings gab es nur bei der evangelischen Gemeinde einen Freibetrag von 900 Mark jährlich für geringe Einkommen.