10. April 1919 (owr) In einem Dorf in der Nähe der Stadt, „aus dem lebhafter Verkehr mit Finsterwalde stattfindet“, waren die schwarzen Pocken aufgetreten. Der Luckauer Kreisarzt sah es deshalb geboten, für eine „Durchimpfung“ der Bevölkerung zu sorgen. Gefährdet waren auch Personen, deren letzte Impfung mehr als fünf Jahre zurücklag. Die auf Anweisung des Landrates unentgeltlichen und freiwilligen Impfungen nahm Sanitätsrat Dr. Wolff an jedem Nachmittag zwischen 16 Uhr und 17.30 Uhr in der Aula der Mädchenschule vor. Dabei wechselten sich die Impftage für Männer und Frauen wochentags ab. Alle waren aufgerufen, sich vor Tod oder hässlichen Entstellungen zu schützen.