(owr) Während des Ersten Weltkrieges waren wegen der fehlenden Männer viele Frauen in den Post- und Telegrafendienst getreten. Damit wurden sie automatisch Beamtinnen. Allerdings unterlagen sie nun auch einem Zölibat, da nur unverheiratete Frauen und Witwen Anrecht auf den Beamtenstatus hatten. Nach einer Hochzeit wurden sie automatisch entlassen und verloren zudem ihre Rentenansprüche. Nun sollten sie wenigstens eine Abfindung bekommen, die man als Heiratsprämie bezeichnete. Die Möglichkeit, auch als verheiratete Frau weiter einen Beruf im Staatsdienst auszuführen, lag offensichtlich außerhalb der Betrachtung.