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Christine Bird-Jones lässt Besucher imaginär pilgern

Die Nutzung des Lichts bei Glasarbeiten gehört zu den künstlerischen Spezialitäten der Waliserin Christine Bird-Jones, hier vor ihrer Installation ,,Pfade".
Die Nutzung des Lichts bei Glasarbeiten gehört zu den künstlerischen Spezialitäten der Waliserin Christine Bird-Jones, hier vor ihrer Installation ,,Pfade". FOTO: J. Weser/jgw1
Doberlug-Kirchhain. Im Doberluger Schloss ist die 11. Ausstellung bildender Künstler des Landkreises mit Gastkünstlern zu sehen. Jürgen Weser

Zum Rahmenthema "reFORMationen" haben 26 Künstler aus dem Elbe-Elster und dem Märkischen Kreis, aus Nordsachsen, Teltow-Fläming, aus Polen und Wales ihre Visitenkarte hinterlassen. Die RUNDSCHAU stellt in loser Folge einzelne Künstler mit ihren Arbeiten vor.

Die weiteste Anreise hatte Christine Bird-Jones aus Wrexham. 2007 war ihr erster Kontakt mit der Elbe-Elster Kunstszene zur Kunstausstellung in Mühlberg. Im vergangenen Jahr gestaltete sie gemeinsam mit Catrin Große den Skulpturengarten im Atelier am Schlossplatz 1 in Doberlug-Kirchhain und eine gemeinsame Ausstellung. Die Gestaltung raumbezogener Projekte und die Nutzung des Lichts bei Glasarbeiten gehören zu den künstlerischen Spezialitäten der Waliserin. Diesmal nähert sie sich dem Reformationsjubiläum mit Fußabdrücken zum Glauben. Ihr "Pfad" führt den imaginären Wanderer auf einer Glasfläche entlang, wo er Fußspuren hinterlässt, einmal unschuldig hell, einmal wissend dunkel. Also Vorsicht scheint geboten, könnte der Betrachter interpretieren. Zwei Pfade führen auf der Glas-Aluminium Installation von Chris Bird-Jones in entgegengesetzte Richtungen. Pilgern dem Glauben zu- oder abgewandt? Der Betrachter kann das für sich entscheiden.

Diese Arbeit ordnet sich in der Ausstellung ein in die vielfältigen Sichtweisen zum Thema Reformation und Martin Luther. Auch Bird-Jones möchte die Besucher zum Nachdenken verführen.

Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, Museum Schloss Doberlug