Neun Beiträge von Musikschülern des Regionalwettbewerbes-Süd, der vor zwei Wochen ebenfalls in Finsterwalde stattgefunden hatte, waren zur Auszeichnung ausgewählt worden und erhielten Sonderpreise der Lausitzer Rundschau, der Sparkasse Elbe-Elster, der Stadt Finsterwalde, der Musikschulfördervereine des Landkreises EE, der Stadtwerke Finsterwalde und des Rotarier-Clubs Finsterwalde für die erreichte höchste Punktzahl in ihrer jeweiligen Kategorie.
In einem Preisträgerkonzert würdigen Ambiente der Finsterwalder Realschule erlebten die Zuhörer einen musikalischen Abend von erstaunlicher Qualität, sodass Kulturdezernent Joachim Pfützner vom Landratsamt zu Recht die Leistungen der Preisträger und ihrer Lehrer herausstrich. Gesangs duett, Schlagzeug- und Akkor deonsolo, Gitarrenduo und -quartett sowie Vorträge am Klavier und auf dem Cello, mit Klavier und Blasinstrument und als Kammermusikgruppe brachten einen Querschnitt durch die Wettbewerbskategorien mit Musik von Barock bis zur Moderne.
Gleich zu Beginn des Konzerts wirbelte Robert Dahms aus Ragow gekonnt auf dem Schlagzeug. Als einer der jüngsten Wettbewerbsteilnehmer konnte er sich über den Sonderpreis der Lausitzer Rundschau freuen. Als einziger Preisträger aus dem Elbe-Elster-Kreis spielte sich Christian Wenzel aus Herzberg gemeinsam mit Michael Krüger von der Spremberger Musikschule am Klavier zum Sonderpreis. Mit der schwungvollen „Fantasie“ von Francis Thome war das überzeugend, auch in der Abstimmung zwischen den Parts beider Instrumente, gelungen.
Der Finsterwalder Bürgermeister Johannes Wohmann freute sich besonders, als Oberhaupt der Sängerstadt den Preis in der Kategorie Vokal-Ensemble überreichen zu dürfen. Dafür glänzten die Mezzosopranistin Katrin Geisler und der Bariton Tim Enderling vom Konservatorium gemeinsam mit Bernhard Reinsberg am Klavier mit Händels Duett von Irene und Tamerlan aus der Oper Tamerlan. Insgesamt gingen fünf der neun Preise an Schüler der Cottbuser Musikschule. Den größten Beifall heimste Christiane Gelsdorf, am Klavier begleitet von ihrer Mutter, für ihr exzellentes Cello-Spiel ein, das technische Fertigkeiten und Einfühlungsvermögen in David Poppers „Spinnlied“ überzeugend vereinte. Julia Lindner und Magdalena Klemba gefielen mit Klavier und Querflöte besonders durch ihre Spielfähigkeit und Ausstrahlung. Als bestes Gitarrenensemble stellten sich Daniella Bork, Anika Wetterau, Julia Balko und Markus Simrau vor und Jo-Ann Scharkoff und Ulrike Mahlke als jüngste Teilnehmer mit einer Delegierung zum Landeswettbewerb.
Avantgardistisch gab sich Cedrick Ansorge von der Musikschule Guben am Akkordeon. Schließlich setzte das Kammermusikensemble von der Musikschule Treptow-Köpenick mit Musik von Schostakowitsch einen stimmungsvollen Höhepunkt unter das Preisträgerkonzert eines überaus erfolgreichen Regionalfinales in einer viel gelobten Gastgeberstadt Finsterwalde. Angesichts von 82 Delegierungen zum Landesfinale konnte EE-Musikschulleiter und Organisator Siegfried Fritsche zu Recht sagen, dass er stolz auf diesen Wettbewerb ist.