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| 01:35 Uhr

Cembalo- statt Orgelkonzert in Prießen

Prießen. Im Rahmen des Niederlausitzer Orgelfestivals „Mixtur im Bass“ ist am Sonntag um 17 Uhr Martin Schmeding aus Freiburg im Breisgau in der Dorfkirche Prießen zu erleben. Schmeding studierte in Hannover, Amsterdam und Düsseldorf Kirchenmusik, Orgel, Dirigieren und Cembalo. red/leh

Nach vielen gewonnenen Musikpreisen wurde er Kantor an großen Kirchen in Hannover und Düsseldorf und danach an der Kreuzkirche im sächsischen Dresden. Vor sechs Jahren wurde er nach Freiburg an die Musikhochschule als Orgelprofessor berufen.

In der kleinen mittelalterlichen Dorfkirche zu Prießen bei Doberlug-Kirchhain steht eine historisch wertvolle Orgel von Johann Christoph Schröther dem Älteren von 1850. Diese befindet sich in aufwendiger Restaurierung und sollte zu diesem Konzert fertig sein. Leider hat das nicht geklappt. So spielt Schmeding auf einem Cembalo, das speziell für diesen Tag in die Kirche gebracht wird. Der Besucher hört statt Orgeltönen, den wunderbaren Klang dieses Instruments mit “Alter Musik„. Auf dem Programm stehen Stücke von Girolamo Frescobaldi, Johann Kaspar Kerll, Dietrich Buxtehude, Georg Böhm, Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel. Vom Leipziger Thomaskantor Johann Kuhnau, dessen 350. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird, wird die Biblische Sonate von David und Goliath auf dem Cembalo mit Sprechtexten zu hören sein.

Eine Stunde vor dem Konzert, um 16 Uhr, beginnt eine Führung durch die Kirche, bei der auch die Geschichte der Orgel erzählt wird. Diese Führung gehört zu jedem Konzert im Orgelfestival “Mixtur im Bass„ und wird von den Konzertbesuchern sehr gern angenommen. In Prießen wird besonders und detailliert auf den alten Taufstein und den gotischen Altaraufsatz eingegangen. Der Konzerteintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.