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| 02:36 Uhr

CDU übernimmt Vorsitz im Parlament – Sebastian Rudolph gewählt

Doberlug-Kirchhain. Vom "Kleinen Rathaus" auf die große kommunale Bühne – diesen Sprung hat Sebastian Rudolph (CDU) am Donnerstag vollzogen. Der 39-jährige Gastwirtssohn aus dem "Kleinen Rathaus", selbstständiger Veranstaltungskaufmann, führt jetzt Regie in der Stadtverordnetenversammlung von Doberlug-Kirchhain. leh

Mit 14 Ja- und vier Nein-Stimmen ist er bei der konstituierenden Sitzung zum Vorsitzenden gewählt worden. Rudolph war einziger Kandidat, vorgeschlagen von der mit sieben Sitzen größten Fraktion der insgesamt 18 Stadtverordneten.

Damit löst er Lutz Kilian (SPD) ab, der nach elf Jahren als Stadtverordnetenvorsteher eingangs erklärt hatte, "bei der momentanen Konstellation" nicht wieder für den Vorsitz zu kandidieren. Seinem Nachfolger riet er, das Miteinander in den Mittelpunkt zu stellen. Diesen Faden nahm Rudolph auf. Er versprach, überparteilich handeln zu wollen. Noch etwas holprig leitete er nach seiner Verpflichtung durch den Altersvorsitzenden Klaus Rippe (WBU-LUN) dann die Sitzung. Zum ersten Stellvertreter des Vorsitzenden wurde Frank Neczkiewicz (WBU-LUN) mit elf Stimmen gewählt. Lutz Kilian bekam nur sieben Stimmen. Zweite Stellvertreterin wurde Karla Pohl (Die Linke) mit 17 Stimmen.

Fraktionskämpfe gab es um die Besetzung der Ausschüsse. Die rechnerische Verteilung entsprechend des Wahlergebnisses ergab: 2,333 Sitze für die CDU, je 1,333 für WBU-LUN und SPD-FDP und 1 Sitz für die Linke. Auf den Vorschlag der WBU-LUN, den 6. Sitz alternierend nach Fraktionsstärke zu vergeben, hatte man sich im Vorfeld nicht einigen können. Die Ausschüsse auf sieben Mitglieder zu erweitern, wie es die CDU wollte, wurde abgelehnt. Also musste das Los entscheiden. WBU-LUN bekam einen zweiten Sitz im Haupt- und Finanzausschuss, SPD-FDP in den beiden Fachausschüssen. Die CDU hatte kein Losglück.