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Schnelle Flitzer
Carrera-Rennclub eröffnet wieder in Finsterwalde

Marko Schubert eröffnet am Donnerstag den MDO-Race-Club im Finsterwalder „White House“.
Marko Schubert eröffnet am Donnerstag den MDO-Race-Club im Finsterwalder „White House“. FOTO: Daniel Friedrich / LR
Finsterwalde. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können ab Donnerstag mit den flinken Modellautos um die Wette fahren. Von Daniel Friedrich

Ein paar Handgriffe sind es für Marko Schubert noch: Leitplanken ankleben, Elektrokontakte überprüfen und alles ordentlich verschrauben. Doch die elektrische Rennbahn auf dem Tisch steht bereits und blinkt ungeduldig – schon bald können die Modelauto-Rennen hier beginnen.

Am Donnerstag, 9. November, will Marko Schubert in der dritten Etage des Jugendfreizeitzentrums „White House“ in der Geschwister-Scholl-Straße seinen MDO-Race-Club wiedereröffnen. Die Abkürzung steht für die Initialen des Motorsportlers Mike David Ortmann. Ihn zum Vorbild haben sollen auch die zumeist jungen Gäste, die sich hier nachmittags spannende Wettrennen auf der Carrera-Bahn liefern.

Digitale Rennbahnen

Schon 2015 hatte Schubert den Rennclub gegründet. Aus beruflichen Gründen musste er das Angebot aber zwischenzeitlich wieder aufgeben. Nun hat sich die Situation verändert, Marko Schubert hat zwei neue Bahnen hinzugekauft und verspricht den Nutzern dadurch noch mehr Spaß am Mini-Rennsport: „Ich habe zwei digitale Bahnen, eine mehrspurige und eine normalspurige. Dazu kommt noch eine Carrera-Go-Bahn mit Soundeffekten“, erklärt er. Alles funktioniere digital, die Autos erhalten ihre Energie über silberne Stromleiter in der Spurschiene. Dazu können zehn unterschiedliche Geschwindigkeitsstufen voreingestellt werden, Spuren durch Weichensysteme gewechselt und auf zwei Spuren bis zu vier Fahrer unabhängig voneinander Rennen austragen.

Eine Frage des Temperaments

„Ziel ist es natürlich, nicht von der Bahn geworfen zu werden, sondern die anderen Fahrer gekonnt zu überholen“, sagt Schubert. Beim Rennen würde die Augen-Hand-Koordination trainiert, die Kinder müssten die Geschwindigkeit und das Bremsverhalten des Autos richtig einschätzen können - mitunter eine Frage des Temperaments: „Oft gewinnen die, die ganz unaufgeregt ihre Runden fahren und nicht mit vollem Tempo in die Kurve rasen“, berichtet er.

Rennbahn kann auch vermietet werden

Schubert, der rund 1700 Euro privat in die Anlage investiert hat, bietet den Rennclub zweimal wöchentlich kostenfrei für Besucher des Freizeitzentrums an. Immer dienstags von 14 bis 16 Uhr und am Donnerstag von 15 bis 18 Uhr stehen die Türen im Dachgeschoss des „White House“ offen. Im Nebenraum können sich die Jugendlichen übrigens an Konsolenspielen ausprobieren oder in den selbstgebauten Fahrsimulator einsteigen – Blechschäden ausgeschlossen. Wer außerhalb der Öffnungszeiten die Rennbahn nutzen will, für den gibt es ebenfalls Möglichkeiten: „Ich vermiete die Anlage auch, beispielsweise auf Geburtstagen oder an Schulen“, sagt Schubert. Nötig sei nur eine kurze Terminabsprache.

Aktuelle Infos gibt es auf der Facebook-Seite des Rennclubs: www.facebook.com/mdo.raceclub