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| 02:38 Uhr

Café "Sibirien" lockt pünktlich zum Sängerfest erste Gäste an

Haben ihr neues Café "Sibirien" am Finsterwalder Markt gestern eröffnet: Kristina und Wjatscheslav Scharton.
Haben ihr neues Café "Sibirien" am Finsterwalder Markt gestern eröffnet: Kristina und Wjatscheslav Scharton. FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. Eine Punktlandung haben Kristina und Wjatscheslav Scharton gestern hingelegt. Sie hatten das ehrgeizige Ziel, am Markt im ehemaligen Café Meißner, bis zum Sängerfest wieder ein Café zu eröffnen. Heike Lehmann

Der schwungvolle Schriftzug am großen Schaufenster hat es seit wenigen Tagen verraten: Das junge Paar lädt ins Café "Sibirien" ein. "Macht neugierig", hatte schon mancher Passant kommentiert. Geschafft! Gestern haben Schartons ihre ersten Gäste bewirtet.

Pelmeni und mehr

Bei den aufgeklebten Werbefotos am Schaufenster kann einem wahrlich das Wasser im Mund zusammenlaufen. Es sind Gerichte ihrer Heimat, die Kristina und Wjatscheslav anbieten: Pelmeni (Teigtaschen) in verschiedenen Variationen, Wareniki, Tscheburek, Beljasch, Piroschki und russische Plinsen. Auch die Getränke kommen aus Russland - natürlich russischer Tee, aber auch russisches Bier und Krimsekt.

Das junge Paar - Kristina ist 22 und Wjatscheslav 28 Jahre jung - wagt sich in die Selbstständigkeit mit dem Café. Mut gemacht hat ihnen der Erfolg von Wjatscheslavs Mutter, die in der Berliner Straße ein Lebensmittelgeschäft mit russischen Waren führt. Seit 2004 bzw. 2005 sind beide in Deutschland, haben die Schule in Elsterwerda besucht und leben seit vier Jahren in Finsterwalde. Wjatscheslav ist Kfz-Mechaniker. Kristina hatte nach der Schule eine Lehre als Steuerfachangestellte begonnen, wechselte in die Finsterwalder Touristinformation, um Kauffrau für Tourismus und Freizeit zu werden. Doch dann kam Söhnchen Daniel, inzwischen zwei Jahre alt, und die junge Mutter blieb bis jetzt zu Hause.

Idee seit einem Jahr

Seit einem Jahr haben sich die jungen Leute mit dem Gedanken vom eigenen Café getragen. "Wir haben uns mehrere Objekte angeschaut. Dieser Platz hier hat uns gleich gefallen", sagt Kristina. Beide haben sich gründlich vorbereitet und ein Existenzgründerseminar besucht. Dann wurden eine GbR gegründet und das Gewerbe angemeldet.

Hoffen auf deutsche Gäste

Im Café selbst gab es viel zu renovieren. "Wir haben viel selbst gemacht", sagen die beiden. Natürlich hat die Familie ihnen geholfen. Die Einrichtung, vor allem Stühle und Tische, war noch vorhanden. Schartons freuen sich, dass sie sie mit übernehmen konnten.

Jetzt hoffen die jungen Leute auf viele zufriedene Gäste. Sie setzen dabei vor allem auf die kulinarische Neugier der Deutschen.