ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:42 Uhr

Weichen stellen für 2019
Bürgermeister wünscht sich Debatte mit Weitblick

Massen/Amt Kleine Elster. Die Diskussion über die Haushalte 2019 in Massen und im Amt Kleine Elster geht auf die Zielgerade. Lutz Modrow muss beide im Blick haben und will mit Phantasie über Künftiges sprechen. Von Gabi Böttcher

Als Vorsitzender des Amtsausschusses und als ehrenamtlicher Bürgermeister von Massen hat Lutz Modrow (SPD) in den Haushaltsdiskussionen sowohl die Finanzlage der Gemeinde, als auch die des Amtes im Blick. Beides ist miteinander verknüpft. Nicht zuletzt durch die Amtsumlage. Die gibt Lutz Modrow Grund zur Freude. Mit 36,6 Prozent soll sie im kommenden Jahr unter der des Jahres 2018 (39,52) liegen. „Das ist die niedrigste Amtsumlage, die wir je hatten“, so Modrow. Im Unterschied zum ursprünglichen Haushaltsentwurf, wo sie bei 45 Prozent gelegen habe, sei sie deutlich gesunken.

In den zurückliegenden Jahren habe man in den Kitas und Schulen des Amtes viel getan, jetzt wolle man sich verstärkt der Feuerwehr zuwenden. Auf der Grundlage der Gefahren- und Risikoanalyse soll so zum Beispiel in Löschteiche und – ganz wichtig – in den Schutz der Kameraden investiert werden.

Ein dickes Lob des Amtsausschussvorsitzenden geht an Amtsdirektor Gottfried Richter. Er habe sich dafür stark gemacht, die Tageseinsatzbereitschaft der Feuerwehr zu erhöhen, indem er mehrere Beschäftigte der Amtsverwaltung für die Mitarbeit gewinnen konnte. Neu angeschafft werden sollen im kommenden Jahr ein Löschfahrzeug und ein Kofferanhänger. Gearbeitet werden müsse an der Verbesserung der Löschwasserbereitstellung. Ein Löschteich soll in Lichterfeld entstehen und eine Zisterne in Sallgast. Die Amtswehrführung leiste für die zu treffenden Entscheidungen über Investitionen entscheidende Unterstützung. „Die Kameraden wissen, was am dringendsten erforderlich ist“, so Lutz Modrow.

Am 12. Dezember soll der Amtsausschuss den Haushalt 2019 des Amtes beschließen. Am 17. Dezember steht der Haushaltsbeschluss für die Gemeinde Massen ins Haus. Hier ist bei den Investitionen auf alle Fälle die Erweiterung des Spielplatzes vorgesehen. Nochmals sind hier 50 000 Euro geplant. Auf der Agenda für 2019 stehen auch Sanierungsarbeiten an Straßen und Wegen. Lutz Modrow nennt die Lindenstraße, den Schwarzen Weg, die Straße neben der Bahn, die auf drei Metern Breite asphaltiert werden soll. Der Erschließungsweg von der alten Poststraße zum Friedhof soll für fast 90 000 Euro ebenfalls hergerichtet werden, die Glasmacherstraße werde auf drei Metern Breite asphaltiert. Zum Bau von Bürgersteigen beiderseits der Ponnsdorfer Straße habe es bereits in einer zurückliegenden Gemeindevertretersitzung erste Informationen gegeben. Wenn die Vorbereitungen weiter vorangeschritten seien, werde es eine Bürgerversammlung geben, verspricht der Bürgermeister. Eins ist für Lutz Modrow unabhängig von verschiedenen möglichen Ausbauvarianten sicher: Der Gehwegbau muss mit dem Verlegen von Glasfaserkabel verbunden werden. 100 000 Euro sind im Gemeindehaushalt 2019 für die Erschließung des Eigenheimstandortes Nachtweide eingeplant. Für den ländlichen Wegebau und den Wurzelschutz sind ebenfalls Mittel vorgesehen. Eine Großflächenberegnungsanlage und die Einzäunung für den Faustballplatz, eine Lautsprecheranlage für die Turnhalle und die Umrüstung der Beleuchtung in der Turnhalle auf LED stehen weiterhin auf der Investitionsliste für 2019. Und schließlich soll die Werbetafel, die durch den Bau des Massener Kreisels von niemandem mehr richtig betrachtet werden könne, nun durch eine elektronische Anzeigentafel an der Ampelkreuzung zum Massener Gewerbegebiet ersetzt werden.

Apropos neuer Massener Kreisel. Die umverlegte B 96 hat auf Beschluss der Gemeindevertreter den Namen „Kirchhainer Bogen“ erhalten. Einstimmig fand man diesen besser, als den bereits in Finsterwalde vorzufindenden Namen „Kirchhainer Straße“ erneut zu vergeben.

Um über Entwicklungsziele und Vorhaben in der Gemeinde zu sprechen, wolle man einen zeitweiligen Ausschuss bilden. Hier soll zum Beispiel beraten werden, wie man mit den Bürgerhäusern in der Gemeinde umgehen wolle. „In dem Ausschuss sollten die Ortsvorsteher mitmachen, aber auch beratende Bürger mit Phantasie und Weitblick“, wünscht sich Lutz Modrow.