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| 18:16 Uhr

Sportliche Herausforderung
Brückenlauf ohne Unterbrechung

 Maria Stary aus Massen bei ihrem ersten Brückenlauf über die Förderbrücke F60 in Lichterfeld. Sie wurde in ihrer Altersklasse am Ende Fünfte.
Maria Stary aus Massen bei ihrem ersten Brückenlauf über die Förderbrücke F60 in Lichterfeld. Sie wurde in ihrer Altersklasse am Ende Fünfte. FOTO: Mirko Sattler
Lichterfeld. Ein Laufwochenende mit international besetzten Starterfeldern  liegt hinter dem F60-Team. Beim Brückenlauf am Freitag und beim Volkslauf am Samstag wetteiferten 268 Sportlerinnen und Sportler zwischen 3 und 86 Jahren um die Plätze. Von Mirko Sattler

Musste im letzten Jahr der Brückenlauf am liegenden Eifelturm wegen einer Gewitterfront für gut 30 Minuten unterbrochen werden, so war das Wetter in diesem Jahr auf der Seite der Sportler. Zwar war es mit gut 4 Grad Celsius recht kalt, doch mit der richtigen Erwärmung konnte dies den Läufern nichts anhaben.

Seit 2014 wird immer an einem Freitagabend im April der einzigartige und spektakuläre Lauf am Besucherbergwerk F 60 durchgeführt. „Auf der wohl einzigen Förderbrücke der Welt, wo man sich sportlich messen kann, müssen unsere Sportler eine Laufstrecke von gut 800 Metern zurücklegen Dabei bewältigen sie eine Höhendifferenz von gut 80 Meter“, sagt Veranstalter André Speri. Dieser spektakuläre Lauf kommt bei den Sportlern an. Das F 60-Team hat sich dieses Format in Anlehnung an die Treppenläufe in Hochhäusern ausgedacht. Sowohl Ranglistenläufer und professionelle Treppenläufer, als auch Spaßläufer und Laufnovizen sind dabei. Nicht nur aus der Umgebung um Lichterfeld selbst sind die Teilnehmer, sie kommen aus Potsdam, Dresden, Berlin oder Bolivien. Mit 36 Teilnehmern hat man einst angefangen. An diesem Freitagabend kamen 48 der gemeldeten 50 Teilnehmer nach Lichterfeld, die in einem Abstand von 30 Sekunden starteten.

„Im letzten Jahr waren es mehr Teilnehmer. Es liegt am Wetter, was für einen Lauf eindeutig zu kalt ist. Auch die Uhrzeit an einem Freitagabend spielt eine Rolle. Für Sportler aus Dresden und Berlin ist es schwierig anzureisen“, so Speri weiter, der für 2020 eine Verlagerung auf einen Samstagabend plant. „Die Startzeit von 18 Uhr ist ganz gut gewählt. So behindern wir mit unserer Sportveranstaltung nicht den normalen Besucherbetrieb“, begründet André Speri.

Nach einem Jahr Pause, startete auch Stefan Köllner wieder. „Vor zwei Jahren war ich schon einmal dabei und fand es ganz gut. Ich hatte damals Muskelkater, weil ich mich nicht vorbereitet hatte. Der Lauf ist für mich immer noch ein interessanter und ungewöhnlicher Lauf“, so der 34-Jährige aus Potsdam. Der Olympiateilnehmer im Modernen Fünfkampf von 2012 ist öfter in der Gegend und kennt sich daher recht gut aus. In diesem Jahr möchte er unter den ersten zehn Platzierten ins Ziel einlaufen. Am Ende schaffte er mit 5:13 Minuten sogar den vierten Platz hinter Martin Mittelstädt, Alejandro Madde und Siegfried Flor.

Mit 83 Jahren war Werner Mudlack wieder der älteste Teilnehmer. „Ich bin von Anfang an dabei. Mir  macht es viel Spaß und es bereitet mir sehr viel Freude, hier mitzulaufen. Ein Brückenlauf ist nicht mit einem anderen Lauf zu vergleichen. Es ist einfach einmal eine Abwechslung“, sagt der Finsterwalder, der zweimal in der Woche gut 8 Kilometer läuft. Mit einer Geschwindigkeit von 2,61 km/h erreichte er das Ziel in 74 Meter Höhe in 19:07 min und war damit gut drei Minuten langsamer als noch im Jahr 2018.

Nicht so lange brauchte Maria Stary. Die Freundin vom Gesamtsieger Martin Mittelstädt wollte es in diesem Jahr einmal selbst probieren. „Es ist schon sehr anstrengend, da ich unvorbereitet ins Rennen gestartet bin. Ich habe mit bedeutend mehr Treppen gerechnet. Doch es waren viele lange Aufstiege. Solch ein Rennen ist mal ein anderer Reiz für den Körper“, sagt die 25-Jährige aus Massen, die mit 6:34 min den 22. Gesamtplatz errang. In ihrer Altersklasse konnte sie den 5. Platz belegen.

Am Samstagvormittag startete dann der Volkslauf am Fuße des liegenden Eifelturmes. Hier ging es auf vier Strecken um Ranglistenpunkte für die Sparkassenlaufserie Elbe-Elster und die Lausitz-Laufserie durch die wunderschöne Natur rund um den Bergheider See.