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Bröchler-Neumann-Schau in Massen

Jana Zadow-Dorr präsentiert ab Freitag Arbeiten ihrer 2013 verstorbenen Mutter Gudrun Bröchler-Neumann. Auch dieses Ölbild "Gurkenernte" von 1976/77 gehört dazu.
Jana Zadow-Dorr präsentiert ab Freitag Arbeiten ihrer 2013 verstorbenen Mutter Gudrun Bröchler-Neumann. Auch dieses Ölbild "Gurkenernte" von 1976/77 gehört dazu. FOTO: Gabi Böttcher
Massen. Sie gilt als eine der bedeutendsten Lausitzer Künstlerinnen. Die Kunstsammlung Lausitz hatte Gudrun Bröchler-Neumann eine Sonderausstellung im Senftenberger Schloss gewidmet, nachdem sie im August 2013 76-jährig verstorben war. Ab Freitag sind Werke der Künstlerin im Energie-Service-Center Massen zu sehen. Gabi Böttcher

Es ist die erste Ausstellung mit Arbeiten der in Freital geborenen und von 1976 bis zu ihrem Tod in Sellendorf (Teltow-Fläming) lebenden Künstlerin im Landkreis Elbe-Elster. Tochter und Nachlassverwalterin Jana Zadow-Dorr hatte zuletzt im Sommer vorigen Jahres in der Cottbuser Galerie Ebert eine Ausstellung unter dem Titel "Die Familie in der Kunst" zusammengestellt. Jetzt erfüllt sich die Lieskauerin einen lang gehegten Wunsch. Sie präsentiert eine Auswahl der Bilder ihrer Mutter auch in Elbe-Elster, wo Gudrun Bröchler-Neumann am Ende ihres Lebens bei ihr wohnte und in Finsterwalde verstarb.

Mit der tatkräftigen Unterstützung der Familie begann der Aufbau der Schau am Dienstagabend. "Nu - ein kurzer Blick in das Lebenswerk von Gudrun Bröchler-Neumann" ist der Titel der Ausstellung. Es werden Arbeiten aus verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Techniken gezeigt. Von Pastellen über Ölbilder bis zu Holzschnitten und Kleinplastiken reicht die Auswahl. Auch die Bildinhalte sind äußerst vielfältig. Porträts, Stillleben, Menschen bei der Arbeit, aber auch die griechische Insel Kreta mit ihren Menschen und Landschaften werden in künstlerischer Reflexion zu sehen sein. 25 laufende Meter Wandfläche im Massener Bürgerzentrum setzen Grenzen. Sehr dankbar ist Jana Zadow-Dorr, dass sie diesen Ausstellungsort kostenfrei nutzen darf. Mit viel Liebe und Aufwand hat sie diese Stippvisite in Elbe-Elster vorbereitet. "Ich möchte die Ausstellung verbinden mit anderen Kunstformen. Zum Beispiel mit Musik. Mutti war eng verbunden mit der Musik, hat selbst Klavier, Gitarre und andere Instrumente gespielt." So wird Ilona Sommerfeld, eine gemeinsame Freundin von Mutter und Tochter, am Donnerstag, 20. Oktober, ab 19.30 Uhr eine Lesung aus bisher unveröffentlichten Manuskripten von Gudrun Bröchler-Neumann mit Stücken für Gitarre begleiten. Und schon am Freitag können sich Besucher mit original Druckstöcken der Künstlerin selbst versuchen.

Vernissage: Freitag, 18 Uhr, mit musikalischer Begleitung durch Diana Tobien und einem Überraschungsgast.

Nächste Öffnungszeiten: Samstag, 15. Oktober, Sonntag, 16. Oktober, jeweils 15 bis 19 Uhr.