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| 19:53 Uhr

„Ackern und ernten“
Brauhaus Finsterwalde spielt in Vierteiler des rbb

Martin Koddenberg filmte für den rbb im Finsterwalder Brauhaus. Markus Klosterhoff zeigt das Festbier zum Partnerschaftsjubiläum .
Martin Koddenberg filmte für den rbb im Finsterwalder Brauhaus. Markus Klosterhoff zeigt das Festbier zum Partnerschaftsjubiläum . FOTO: LR / Gabi Böttcher
Finsterwalde. Einen ganzen Tag lang begleitet Martin Koddenberg mit seiner Kamera am Donnerstag Braumeister Markus Klosterhoff im Finsterwalder Brauhaus. Im September soll das Ergebnis im rbb Fernsehen zu sehen sein. Von Gabi Böttcher

Einen Tag vor dem Start des Stadtfestes und 2. Finsterwalder Biermarktes bedarf es schon einer gehörigen Portion Gelassenheit, um neben dem Endspurt der Vorbereitungen auch noch in die Kameras zu lächeln. Und das einen ganzen Tag lang. Kein Problem für Braumeister Markus Klosterhoff im Finsterwalder Brauhaus. Er ist mit der Leichtigkeit gesegnet, auch ganz nebenbei über das Metier zu reden, das sein Element ist.

Das anlässlich  des 30. Geburtstages der Städtepartnerschaft mit dem saarländischen Eppelborn gebraute Bier sei von orange-goldener Farbe. Es habe eine fruchtige Note, weil es „mit Hopfen kalt gestopft“ wurde, wie der Fachmann verrät. Der Braumeister erklärt: „Hopfen wird bei Lagerung im kalten Zustand hinzugegeben, wodurch die Aromastoffe ins Bier übergehen können, die beim Kochen verloren gehen.“ Über das Aroma könne eine leichte fruchtige Note erzeugt werden. Beim Festbier zum 30. Partnerschaftsjubiläum sei das ein Hauch von Melone und Citrus. „Aber keine Sorge, wir haben kein Fruchtgetränk gebraut“, beruhigt Markus Klosterhoff die Biergenießer. Das endgültige Okay für die Stadtfest-Kreation soll es erst am Donnerstagabend beim Bierstammtisch geben, hieß es am Vormittag im Brauhaus. Dort seien sensible Gaumen versammelt, die als erste probieren dürfen, ob das Festbier zum 30. der Öffentlichkeit angeboten werden kann, erzählt der Braumeister schmunzelnd. Es sind vom Stammtisch keine anderslautenden Meldungen bekannt geworden.

Martin Koddenberg filmt im Auftrag des rbb am Arbeitsplatz des Braumeisters und beim Aufbringen der Sonderedition von Aufklebern auf die Bierflaschen – alles in Handarbeit. Natürlich interessiert ihn auch der neu angelegte Hopfengarten, aus dem wieder ein anderes, ganz eigenes exklusives Finsterwalder Bier gebraut werden  soll. Zwölf Pflanzen wurden hier im Frühjahr in die Erde gebracht. Sie wachsen bis zu vier Meter in die Höhe und bilden Seitenarme. Pro Ranke würden sich 4000 bis 10 000 Dolden bilden, die dann per Hand abgepflückt werden. Und Markus Klosterhoff ist zuversichtlich, dass es Ende August/Anfang September die erste Ernte und damit auch ein Hopfenpflückerfest in Finsterwalde geben wird.

Das alles zu hören, ist ganz nach dem Geschmack von Martin Koddenberg. Denn: „Ackern und ernten“ soll eine vierteilige Reportage des rbb heißen, deren Ausstrahlung für den September vorgesehen ist. Eine Episode, so Martin Koddenberg, soll im Brauhaus Finsterwalde spielen. Insgesamt geht es um die Liebe, die durch den Magen geht, um die Nachfrage nach biologisch angebauten Produkten aus der Region und deren hochwertige Verarbeitung, um die Mühen  der Produzenten, aber auch um die Inspiration von Unternehmern, neue Wege zu gehen. „Wir wollen zeigen, wie das Land Brandenburg  Berlin ernährt und dabei auch kleine Erzeuger, Individualisten besuchen. Neben dem Bier aus Finsterwalde spiele voraussichtlich nur ein weiteres Getränk eine Rolle – der Gin, der sich erster Bio Gin aus Berlin nennt.  Vor allem  aber gehe es in der Reportage-Serie  um die Lust der Berliner, Produkte aus Brandenburg zu entdecken und zu genießen. Womit die Brücke zum Stadtfest geschlagen wäre: „Es soll ein Genussfest werden“, so der Braumeister. Akteure der Brandenburger Bierstraße werden die Finsterwalder dabei unterstützen. Am Vereinswagen werden somit auch Bier-Kreationen aus Fürstenwalde, Lübbenau Cottbus und  Bad Belzig angeboten. Gäste aus der Partnerstadt Eppelborn dürften nach dem Stadtfest wohl kaum ohne ein Bier-Präsent ins Saarland zurückreisen.