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| 17:02 Uhr

Juristische Auseinandersetzungen dauern an
Brandruine in Finsterwalde bleibt Dorn im Auge

Schandfleck im Herzen der Sängerstadt: das ehemalige Haus der Freundschaft.
Schandfleck im Herzen der Sängerstadt: das ehemalige Haus der Freundschaft. FOTO: LR / Gabi Böttcher
Finsterwalde. Die Brandstifter des ehemaligen Hauses der Freundschaft in Finsterwalde haben sich am Donnerstag vor dem Amtsgericht Bad Liebenwerda verantworten müssen. Was aus der Ruine wird, bleibt weiter unklar. Von Gabi Böttcher

Die Brandstifter des ehemaligen Hauses der Freundschaft in Finsterwalde haben sich am Donnerstag vor dem Amtsgericht Bad Liebenwerda verantworten müssen. Was aus der Ruine wird, bleibt weiter unklar.

Auch gut ein Jahr nach dem Großbrand in der Nacht zum 15. September 2017 in der Sonnewalder Straße der Sängerstadt können keine Zukunftspläne für das Areal geschmiedet werden. Wie der Finsterwalder Rechtsanwalt Steffen Thor für den Eigentümer der Immobilie, Johannes Steyer, erklärt, dauern juristische  Auseinandersetzungen zwischen dem Grundstückseigentümer und einem Kaufinteressenten vor dem dafür zuständigen Landgericht weiter an. „Bekanntlich können derartige Verfahren eine längere Zeit in Anspruch nehmen. Vor rechtskräftigem Abschluss dieser Auseinandersetzung wird mit einer Fortsetzung der Abrissarbeiten aller Voraussicht nach nicht gerechnet werden können“, sagt Steffen Thor und versichert: „Mein Auftraggeber ist unter der Voraussetzung, dass ihm dafür die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, ebenfalls stark daran interessiert, den Abriss abzuschließen.“ Weitere Angaben möchte dieser dazu  jedoch nicht machen.

Zur Erinnerung: Der Kaufinteressent habe das vor dem Großbrand des Hauses unterbreitete Kaufangebot bisher nicht angenommen, sei jedoch im Zuge der Kaufvertragsverhandlungen Verpflichtungen eingegangen. Diesen sei der Interessent nach Auffassung des Grundstückseigentümers nicht vollständig nachgekommen, erklärte Steffen Thor bereits im Frühjahr dieses Jahres den Sachverhalt. Johannes Steyer habe in der Folge „von seinem dadurch gebotenen Recht des Rücktritts vom Kaufangebot Gebrauch gemacht.“

Johannes Steyer hatte das Gebäude im Paket mit anderen vom Landkreis gekauft. Der Kreistag hatte dazu im Frühjahr 2008  mit seinem Beschluss den Weg geebnet, das Haus bundesweit und bedingungsfrei auszuschreiben und an den Meistbietenden zu verkaufen.