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Doberlug-Kirchhain
„Die Dinge haben sich zum Positiven entwickelt“

Innenminister Karl-Heinz Schröter (r.): „Die Dinge haben sich in Doberlug-Kirchhain sehr zum Positiven entwickelt.“
Innenminister Karl-Heinz Schröter (r.): „Die Dinge haben sich in Doberlug-Kirchhain sehr zum Positiven entwickelt.“ FOTO: Heike Lehmann
Doberlug-Kirchhain. Vor sechs Wochen hatten gewalttätige und pöbelnde Flüchtlinge Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) zum Eingreifen gezwungen. Jetzt war er erneut in der Stadt und stellte fest: „Die Maßnahmen haben gewirkt.“ Von Heike Lehmann

„Die Dinge in Doberlug-Kirchhain haben sich sehr zum Positiven entwickelt“, das hat Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Montag erklärt. Nach nur sechs Wochen war er erneut in der Kloster- und Gerberstadt – und diesmal deutlich entspannter als am 21. Februar.

Eine Häufung von Polizeieinsätzen innerhalb und außerhalb der Flüchtlings-Erstaufnahmeeinrichtung des Landes hatte damals zum Handeln gezwungen. Gewalt unter den Bewohnern, rustikales Auftreten und Ladendiebstähle im Stadtgebiet riefen nahezu täglich die Polizei auf den Plan. „Wir hatten uns vorgenommen, in kürzerer Zeit die Dinge wieder ins Lot zu bringen und uns nicht von einigen Wenigen auf der Nase herumtanzen zu lassen“, erinnerte Schröter am Montag. Zu den eingeleiteten Maßnahmen gehörten verstärkte Polizeipräsenz und verstärkter Wachschutz. Von den Störern konnten 20 identifiziert werden. Besonders Auffällige wurden in andere Einrichtungen verlegt. Einige seien freiwillig ausgereist, einer in Haft, eine Abschiebung wurde eingeleitet. Thomas Ballerstaedt, Leiter der Polizeiinspektion Elbe-Elster, bestätigte: „Die Lage hat sich deutlich verändert.“

Dass auch das Sicherheitsgefühl bei Verkäuferinnen und Einwohnern sowie Bewohnern der Erstaufnahme „spürbar besser geworden ist“, erfuhren Karl-Heinz Schröter und Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) bei Gesprächen vor Ort.

Dennoch werde man die zusätzlichen Polizeikräfte nicht gleich abziehen. Der verstärkte Wachschutz bleibe noch sechs Monate, so Schröter. Von 1090 Plätzen in der Erstaufnahme in Doberlug-Kirchhain sind derzeit 509 belegt. Das Land wird an der „sehr gut ausgestatteten Einrichtung“ festhalten.