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Straßenbau
Boden bereitet für die „Stählerne Blume“ an der B 96

Mit einem ersten Spatenstich bereiten Jürgen Riecke und Gottfried Richter (r.) den Boden für das künftige Monument auf dem B 96-Kreisel.
Mit einem ersten Spatenstich bereiten Jürgen Riecke und Gottfried Richter (r.) den Boden für das künftige Monument auf dem B 96-Kreisel. FOTO: Heike Lehmann
Massen. Erster Spatenstich am künftigen Kreisel in Massen vereint Ideengeber, Amtsvertreter und Sponsoren. Von Heike Lehmann

Der Spannungsbogen ist am Montagvormittag immer noch nicht aufgelöst worden.Günter Napieralski, Geschäftsführer der Norm- und Sonderschrauben GmbH, hatte Beteiligte und Sponsoren auf die Wiese an der Bundesstraße 96 zusammengetrommelt, um mit großem Bahnhof ein Projekt auf den Weg zu bringen, das im kommenden Jahr alle zum Staunen verleiten soll. Der künftige Kreisel für die Umverlegung der Trassenführung der B 96 soll mit einem Hingucker, einem Kunstwerk, einem, wie es gestern hieß, Monument geschmückt werden. „Eine stählerne Blume wird es sein – Floris metallum“, sagt Napieralski. Nicht viel lässt er gucken, über Preis und Gestalt legt er den Deckel des Schweigens. Nur so viel: „Die Skulptur aus Edelstahl wird vielleicht 12,50 Meter hoch und 9,5 Tonnen schwer“, erklärte er augenzwinkernd.

Hintergrund ist, dass die Massener Gemeindevertreter erst wieder Anfang Dezember tagen und man das Kunstwerk, wie es jetzt ausgetüftelt ist, dem Gremium noch vorstellen möchte, bevor es öffentlich diskutiert wird. Dafür bat Günter Napieralski gestern die neugierige Presse um Verständnis.

Dennoch mediengerecht zelebrierten Jürgen Riecke von der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ und Gottfried Richter, Amtsdirektor Amt Kleine Elster, gestern einen symbolischen ersten Spatenstich. Roland Ruben, Geschäftsführer der Voestalpine Wire Germany GmbH, seines Zeichens auch Diplomchemiker, hatte aus verschiedenen Zutaten, die die Branchen der Sponsoren und Unterstützer symbolisieren sollten, einen Mix hergestellt, der als Aussaat in den Boden gegeben wurde.

Die Idee hinter dem Monument: Die Stählerne Blume soll das gut funktionierende Netzwerk Metall der Region repräsentieren, „zudem die Industrie, die Entwicklung, die Fruchtbarkeit dieses Landes, dieses erfolgreichen Gewerbegebiets wiederspielgeln“, so Hauptkoordinator Günter Napieralski. Gespräche habe es mit dem Finsterwalder Künstler Jens Puppe gegeben, technisch verfeinert wurde der Entwurf dann von Adolf Behrens, 79-jähriger Architekt aus Berlin. Finanziert wird die Skulptur ausschließlich aus industrieller und Sponsorentasche. 20 Firmen stehen auf der Sponsorenliste – von A wie AFU e.V. bis Z wie Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“.