Pünktlich um 14.30 Uhr war der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost am Montag in den Räumen der Sparkasse Elbe-Elster in der Karl-Marx-Straße einsatzbereit. Wegen der Schulferien, des Jahreswechsels und der Urlaubszeit könnten die Vorräte an Blutkonserven knapp werden. Damit das nicht passiert, haben viele freiwillige Spender sich diesen Termin fest vorgemerkt, um Blut zu spenden. So viele, dass sich eine lange Schlange bei der Anmeldung bildet.

Mit goldenem Spenderausweis

Auch Gerhard Zoch aus Kleinbahren, einem Ortsteil von Sonnewalde hat sich aufgemacht. Er kennt den Ablauf, zückt stolz den goldenen Spenderausweis. „Ich habe meine 100 Spenden schon hinter mir“, sagt er. An diesem Tag gibt er zum 112. Mal 500 Milliliter seines kostbaren Lebenssaftes ab, um vielleicht damit anderes Leben retten zu helfen.

Unter den Wartenden sind aber auch junge Erstspender. Ein schöner Trend, denn sie werden gebraucht. Der demografische Wandel macht auch um die Gruppe der regelmäßigen Blutspender keinen Bogen. Schnell bekommen sie von den anderen Tipps und Hinweise.

Jeder Handgriff sitzt

Bei Schwester Yvonne Fischer sitzt jeder Handgriff – sowohl bei der Vorbereitung als auch beim Blutzapfen direkt. Angelika Rieger aus Finsterwalde ist die Nächste beim Blutdruckmessen. Auch sie ist seit etwa zehn Jahren regelmäßige Spenderin.

Seiner 50. Spende sieht Lothar Steinbrenner entgegen. Der Finsterwalder ist ein Mann mit Helfer-Gen. „Ich kann einfach nicht Nein sagen“, sagt der 67-Jährige. Vor wenigen Tagen am Heiligabend ist er erst wieder im Weihnachtsmannkostüm durch die Stadt gezogen. „Ich mache das schon seit Jahren. Acht Familien habe ich diesmal wieder aufgesucht“, verrät er. Und wirbt gleich mit einem Schmunzeln für 2020. „Wenn Sie jemanden brauchen für die Familie – noch nehme ich Termine an.

Am Montag in Finsterwalde hat der Blutspendedienst Nord-Ost am Ende 85 Freiwillige gezählt, die die letzte Blutspendeaktion des Jahres für eine gute Tat genutzt haben.