ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:51 Uhr

Finsterwalde
Blick hinter die Werkstattkulissen

Den Tag der offenen Tür in der Elsterwerkstatt Massen gestalteten die Mitarbeiter mit Behinderung fast im Alleingang und präsentierten ihren Familien stolz ihren Arbeitsplatz.
Den Tag der offenen Tür in der Elsterwerkstatt Massen gestalteten die Mitarbeiter mit Behinderung fast im Alleingang und präsentierten ihren Familien stolz ihren Arbeitsplatz. FOTO: Rosalie Strauß
Finsterwalde. Zum Tag der offenen Tür strömen Familienangehörige und Besucher in die Elster-Werkstatt Massen. Von Josephine Japke

Volle Hütte beim Tag der offenen Tür in der Elster-Werkstatt Massen. Bis ins kleinste Detail organisierten die Mitarbeiter mit Behinderung die Veranstaltung fast im Alleingang. Belohnt wurden sie von begeisterten Besuchern und einem sichtlich stolzen Chef.

„Es ist ein toller Tag und ein voller Erfolg für unsere Einrichtung und die Mitarbeiter“, resümiert Niederlassungsleiter René Püttmann. So viele Besucher hätten sich angekündigt, dass alle Viertelstunde eine Führung durch die Werkstatt stattfinden musste, um die Massen zu verteilen. „Viele Eltern und Betreuer bringen ihre Schützlinge zwar zur Arbeit, haben aber noch nie einen Blick hinter die Kulissen gewagt“, erklärt er.

Auf dem Weg durch den Betrieb werden den Gästen die verschiedenen Arbeitsbereiche gezeigt: Schrauben, Muttern, Heizungsvorrichtungen und Bremsschläuche entstehen am Massener Standort, die dann zur Weiterverarbeitung beispielsweise an TTS, Kjellberg, BMW und Audi geschickt werden. „70 000 Bremsleitungen und 1,8 Millionen Muttern gehen im Jahr durch die Hände unserer Mitarbeiter“, zählt René Püttmann auf.

Seit 1998 existiert die Elster-Werkstatt in Massen und hat sich seitdem kontinuierlich vergrößert. Derzeit arbeiten 24 Mitarbeiter und 112 Werkstattbeschäftigte mit Behinderung an dem Standort. „Damit laufen wir langsam an unsere Kapazitätsgrenze“, sagt der Filialleiter.

Die Arbeit in den Elster-Werkstätten bedeute für die Meisten Teilhabe am Leben und Integration in die Gesellschaft, sagt er. Was anderen als eintönig erscheinen würde, sei für die eingeschränkten Beschäftigten wichtige strukturierte Routine. Dem stimmt auch Mitarbeiterin Rosalie Strauß zu: „Es ist eine verantwortungsvolle und gewissenhafte Arbeit, auf die sie zu Recht stolz sein können.“

Wie sehr die Arbeit in den Elster-Werkstätten das Leben der Behinderten bereichert, weiß Wolfgang Bohmke. „Unsere Tochter arbeitet hier, es macht ihr Spaß und erfüllt sie. Hier wird sehr gut auf die Mitarbeiter und ihre besonderen Bedürfnisse eingegangen“, sagt der Finsterwalder.