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Bis Jahresmitte sollen alle Medien anliegen

Mit dem Bau der südlichen Stadtkernentlastungsstraße eröffnen sich neue Horizonte für das Gewerbegebiet am Langen Damm in Finsterwalde. Die RUNDSCHAU sprach mit Karsten Pinetzki von der Finsterwalder Bauverwaltung und dem Finsterwalder Wirtschaftsförderer Torsten Drescher.

Welches Potenzial sieht die Stadt am Langen Damm?
Pinetzki: Mit der Weiterführung der südlichen Stadtkernentlastungsstraße wurden mehrere Ziele verfolgt. Natürlich wird mit dieser Straße auch die verkehrstechnische Erschließung des Gewerbeparks "Langer Damm" abgesichert.

Aber mit dieser Straße entsteht auch eine komfortable Trasse, die den Verkehr aus der Innenstadt und den Gewerbestandorten Kjellberg und Galfa direkt zur B 96 führt.

Somit können Straßen der Innenstadt und auch Straßen wie die Schacksdorfer Straße, der Lange Damm, die Lange Straße und die Sonnewalder Straße von dem bisherigen Verkehr entlastet werden, womit diese Straßen für den Wohnungsmarkt wieder attraktiver werden und sich die Bausubstanz entlang der Straßen wieder aufwertet.

Es gibt schon erste Kaufinteressenten beziehungsweise abgeschlossene Käufe im Gewerbepark?
Drescher: Ja, das ist richtig! Als erstes Unternehmen konnten wir mit der Tischlerei Frank Herda ein städtisches Unternehmen ansiedeln. Als zweites Unternehmen folgt Metallbau Gebrüder Richter. Trotz unfertiger Straßen befinden wir uns schon jetzt in der Vermarktung der Flächen. Eine dritte Anfrage bearbeiten wir schon. Mit Fertigstellung der Stadtkernentlastungsstraße und der Gewerbeerschließungsstraße rückt das ganze Gebiet näher an den Stadtkern heran. Unserer Einschätzung nach ist das ein sehr vorteilhafter Standort für Gewerbeansiedlungen. Kürzere Wege zwischen Betriebsteilen in der Stadt, kurze Wege zur Fernverkehrsstraße und Autobahn.

Wie ist der Stand bei der Erschließungsstraße hinein ins Gewerbegebiet?
Pinetzki: Die Straße ist im Bau und wird im Spätsommer fertiggestellt.

Die Stadt hat ein Vermarktungskonzept für das Gewerbegebiet in Auftrag gegeben, das im Bauausschuss vorgestellt wurde. Welche wesentlichen Anregungen sind aus Sicht der Verwaltung aufzugreifen?
Pinetzki: Es werden bereits viele Anregungen umgesetzt. So wurde sich beim Herauslegen von eventuell möglichen Hausanschlüssen an diesem Konzept orientiert. Auf Konzept-Grundlage können von der Wirtschaftsförderung konkrete Anfragen beantwortet werden. Die Kleinteiligkeit des Erschließungskonzeptes lässt eine optimale Flexibilität in der Reaktion auf Nachfragen zu. So können kleine Anfragen genauso bedient werden, wie auch größere mit der Zusammenlegung einzelner Erschließungseinheiten. In dem Gelände werden bis Mitte des Jahres alle angedachten Grundstücke über die gesamte Bandbreite der Medien verfügen. Darüber hinaus wird es auf allen angedachten Grundstücken möglich, ein schnelles Internet in Form von Glasfaserkabeln mit einer Leistung von 1 GB und zusätzlich mit einer stabilen Bandbreite im Up- und Download zuzuschalten.

Mit Karsten Pinetzki und

Torsten Drescher sprach

Gabi Böttcher.